Category Archives: Bücher

I am addicted to my Kindle

I bought a Kindle about a month ago, and it was the best gadget purchase in a long while. I read about a hundred pages per day on it, because I take it everywhere (and I always think “it’s awesome” when I see it lying on my table).

I actually pre-ordered it when it was announced, but reneged on my decision to get the 3G version – which stupidly put me at the back of the waiting list when I reconsidered.

Why is it awesome

Reading on it is great. Period. I prefer it to a book now – here’s why:

  • It’s smaller and lighter than a book and fits in a coat pocket easily. I just have it with me all the time and take it out on every bus or tube ride.
  • It’s better to hold in one hand than a book. You can grab it at every corner and you dont have to awkwardly bend the spine by spreading your fingers.
  • The screen is perfect for text. Forget an iPad for reading a book (or lots of them, for that matter) – it will strain your eyes.
  • You have all that stuff with you – books, magazines, articles. I always travelled with at least one non fiction and one fiction book, and got the economist and some fun magazine at the airport. Lots of dead trees to lug around – not anymore.
  • I use Instapaper like a madman now. You can bookmark long articles on the web and they are automatically synced. My own personalised magazine, and givemesomethingtoread.com has great content (hat tip to Johannes).
  • Do not think iPad vs Kindle – purpose, size, weight, value, and most importantly the screen are not comparable. You buy this to read books. Think discman vs iPod.
  • Doing only one thing means you are focused, and it carries over from a paper book. You can’t do anything but read with that, either.
  • I love buying books, and paper, and the smell, and all that. I am not missing it at all. I own a ton of vinyl, but I love my iPod – you get the point.

Features and 3G Version

I’ve yet to put a value on a lot of features like notes, clippings, and the 3G usage. I am only reading on it, and I am already hooked. The question of 3G or not is not really important – if you can afford the extra 40 pounds, just get the 3G version, I am sure you’re only gonna miss it when travelling a lot.

I like simplifying my life, and scratching the huge bookcase from my moving list feels great. Get your partner one for Christmas (I hope Isa doesn’t read my blog).

Oh, and check out my case:

Das Tablet wird kein e-Book Reader

Durch meine Arbeit bei einem Verlag und durch meinen nicht geringen Konsum von Büchern komme ich ziemlich häufig ins Grübeln, wie die Zukunft des Lesen aussehen wird. Da ich zusätzlich auch noch ein Gadget-Fan bin und die Entwicklungen der technischen Möglichkeiten verfolge, habe ich mich einmal hingesetzt und mir über die jetzige Situation und das, was da wohl kommen wird, Gedanken gemacht.

Zielgruppen und Inhalte haben jeweils passende Medien

Im Sinne der Argumentation muss man verschiedene Medien und Leser unterscheiden: Momentan gibt es “Heavy Leser” (zu denen ich mich selber zähle), die täglich viele Bücher, Zeitungen, Zeitschriften und Blogs oder andere online-Medien lesen, kaufen, speichern oder ins Regal stellen. Im anderen Extrem gibt es den “Light Leser”,  der dann liest, wenn er muss, also im Beruf, oder im Urlaub, wenn er mal zu einem Buch oder anderem kommt. In der Mitte findet man den Leser, der sich entweder in einige wenige Medien verstärkt vertieft (der Zeitschriften- oder  Zeitungsleser, Blogleser oder Bücherfan) oder von allem ein wenig hier und da konsumiert. Dieser Mittelfall trifft den Hauptteil der Konsumenten, muss aber im Sinne dieses Artikels nicht weiter eingegrenzt werden.

Auf der Medienseite ist vor allem in der Länge (und “Tiefe”) der Texte und der Frequenz oder Aktualität zu unterscheiden. Logischerweise verlangen Bücher und aufwendig recherchierte Artikel in Zeitungen und Zeitschriften eine sehr Text- und Lesbarkeits-orientierte Darstellung in Medium und Formatierung. (Fach-) Nachrichten müssen besonders einfach und schnell zu überfliegen sein, im Zweifelsfall aber auch die Möglichkeit bieten, einer Sache tiefer auf den Grund zu gehen (siehe Handelsblatt-Relaunch). Boulevard- und “Entertainment”-Nachrichten (im Sinne von unterhaltsamem Lesen) werden mit vielen Bildern unterstützt und erlauben ein einfaches “Skimmen” ohne große Konzentration.

Die heutigen (Print-) Medien haben sich in vielen Jahren an diese Zielgruppen und Inhalte angepasst und sind Meister ihres Faches. Ich halte persönlich nichts von Aussagen wie “Zeitung gelesen wird immer” oder auch “Ich brauche das haptische” (mein Favorit). Diese Standpunkte übersehen die Realität – es wird sich etwas ändern, weil wir uns an elektronische Medien gewöhnt haben und eine Trennung der Inhalte langsam nicht mehr akzeptieren (“Print ist doch eh tot” zählt aber auch nicht, damit das klar ist. Natürlich wird es Zeitungen und Bücher weiterhin geben).

Status Quo – erste Schritte zur Konvergenz und Early Adopter

Momentan gibt es online-Darstellungen eigentlich sämtlicher Tages- und Wochenzeitungen, Magazine haben ihre Websites und ergänzen dort oft ihre Inhalte. Beinahe alle Inhalte der Kategorie “Nachrichten” sind online erhältlich, ob nun frei oder gegen Bezahlung. Bücher können auf e-Readern gelesen werden und dank Mobilfunktechnologie überall auf der Welt “eingekauft” werden, zum Beispiel durch die Whispernet-Technologie von Amazon. Auch auf den Mobiltelefonen ist es (vor Allem natürlich durch Apple) mittlerweile möglich, Bücher, Magazine und Zeitungen zu lesen. Meistens sind die Nutzer von e-Books und Nachrichten-Apps heute aber noch die absoluten Heavy-Leser. Der Großteil der Bevölkerung bleibt bisher beim Print-Produkt.

e-Reader sind noch in den Kinderschuhen, so hat Amazon 2009 erst die zweite Version des Kindle vorgestellt, mit angeschlossenem Bücherladen und weltweitem, freiem, Netzzugang. Sony hat bereits seit einigen Jahren e-Reader im Angebot, die Adaption hält sich jedoch bis heute in Grenzen. e-Reader sind vor natürlich vor Allem für lange Texte und Vielleser interessant, da sie ihre Stärken in diesem Bereich ausspielen können und ihre Schwächen insgesamt zu vernachlässigen sind. Der Schlüssel ist hierbei das Display auf Basis von e-Ink, das eine Darstellung ohne das ermüdende Hintergrundlicht eines LCD-Displays erlaubt. Die Pixel richten sich bei jedem Ladevorgang entweder Schwarz oder Weiß aus, so dass das Resultat sehr nah an eine gedruckte Seite kommt. Ryan Singer hat in einem Blogpost erklärt, warum Vielleser die Probleme wie eine langsame Ladezeit bei neuen Büchern und das problematische Tippen auf der Kindle-Tastatur akzeptieren – Das Leseerlebnis ist einfach gut genug, um diese Faktoren zu übersehen (What’s the suckage to usage ratio?, Ryan Singer, Signal vs. Noise Blog). e-Reader sind ein absolutes Single Purpose Device, wie Spiegelreflexkameras für Fotografen sind sie also vor allem “Leseprofis” und Heavy Reader gedacht (Hunderte von Büchern in der Tasche, direkte Verfügbarkeit, elektronisches Mark-up und Kommentieren, etc.).

Aufgrund bestehender Probleme (langsame Verbindungen, mühsames Laden neuer Texte, hoher Preis), aber auch aufgrund des meist nicht ganz “offenen” Designs der Lesegeräte (keine RSS-Feeds, nicht alle e-Reader erlauben das Hochladen beliebiger Formate, etc.) sind die Geräte weder für Wenigleser noch für Nachrichtenjunkies oder Blogleser interessant. Vor allem Die Leser, die sich an die Möglichkeiten gewöhnt haben, die ein einfacher Browser beim Lesen von Blogs und Nachrichtenseiten bietet (Kommentieren, Bookmarken, Schnell Viel Lesen), kommen hier nicht auf ihre Kosten und Verzichten auf die positiven Effekte beim Lesen von langen Texten.

iPhone-Applikationen reichen zum Lesen von Häppchen und zum schnellen überfliegen von meist kurzen Texten. Weder der Bildschirm noch die Größe erlauben das gemütlich Lesen von langen Texten. Die Nachteile des Computer-LCDs werden hier verstärkt, auch wenn manch einer behauptet, ein iPhone wäre alles, was er zum Lesen brauche.

iTunes und das Tablet sollen es richten

Seit Monaten wird über das wohl kommende Tablet von Apple spekuliert, welches eine Art Riesen-iPhone sein soll (ca. 10 Zoll Touchscreen, alles Andere ist noch Spekulation), mit dem man im Internet Surfen und Medien aller Art konsumieren können soll. Es wird wohl Ende Januar 2010 vorgestellt werden und dann im Laufe des Frühjahrs auf den Markt kommen. Ich möchte nicht auf die verschiedenen Spekulationen eingehen, auf welche Art und Weise unser “Personal Computing” revolutioniert werden soll (das können Andere besser und informierter), sondern mich auf die wahrscheinlichen Gegebenheiten für die Verlage und Content-Produzenten fokussieren.

Viele Inhalte-Inhaber freuen sich auf das Tablet von Apple, da ihnen wohl nach Vorbild des App Stores und iTunes eine Plattform geboten wird, die es erlaubt, kontrolliert und mit einem digitalen Rechtemanagement versehen, die eigenen Inhalte zu verbreiten. Verschiedene Verlage experimentieren jetzt schon mit iPhone-Apps, die zum Beispiel Abonements und häppchenweises Kaufen von Inhalten ermöglichen. Nun wird spekuliert, ob für das neue Tablet der Inhalt des iTunes Store aufgebohrt wird, um auch Texte anzubieten, die auf dem Tablet schön dargestellt werden könnten.

Ich halte das, zumindest nach Vorbild der Musik-Abteilung, für sehr unwahrscheinlich. Im Fall von iTunes hat Apple hier mit wenigen Major-Labels zu tun, die einen großen Anteil des Marktes beherrschen. Nach Einigung mit den großen Labels musste iTunes sich nicht mehr um Verhandlungen kümmern, um den Store weiter erfolgreich zu machen. Durch das Vorhandensein der kritischen Masse auf beiden Seiten (Content und Nutzer) mussten alle kleinen Labels sich mit den gleichen (oder schlechteren) Konditionen zufrieden geben, wie die großen Labels. Anfang 2009 hat Apple den Inhalt zu ca. 80% auf DRM-freie Formate umgestellt, mittlerweile gibt es kein DRM mehr. Die Labels hatten bei Apples Verhandlungsstärke keine Chance, das zu verhindern.

i don’t think so

Im Verlagsbereich gibt es keine ähnliche Monopolstellung, vor allem nicht weltweit. Apple wird es sich also schenken, mit allen Verlagen einzelne Verhandlungen zu führen. Stattdessen wird meiner Meinung nach entweder ein Standard-Modell eingeführt oder alle Inhalte werden durch Applikationen im App Store an den Endkunden gebracht. Die letzte Variante halte ich dabei für wahrscheinlicher. Das Tablet wird nach dem unglaublichen Erfolg des App Stores eines ähnlich eng kontrollierte Infrastruktur bekommen wie das iPhone (Warum ich gegen ein solches zentral kontrolliertes System bin, habe ich hier geschrieben). Ob technisch nun eine Art iPhone Betriebssystem oder ein volles OSX darunter liegt, ist dabei egal – es wird wahrscheinlich irgendwo in der Mitte liegen. In beiden Fällen bekommt Apple die aus der Veröffentlichung von Applikationen gewohnten 30% des Umsatz direkt ausgezahlt, dafür stellt es sein Abrechnungssystem und die Distribution zur Verfügung.  Die Inhaber der Texte müssen sich also mit diesem Modell herumschlagen, ob sie wollen oder nicht.

Aufgrund dieser Entwicklungen werden andere Anbieter und Hersteller mit ihren Produkten neben Apple ohne Zweifel weiterhin bestehen können. Verschiedene Distributionsmechanismen und Endgeräte bieten den Verlagen und Autoren Wege, Ihre Inhalte zu verbreiten, auch ohne Apple. Der Fokus von Apple ist sowieso klar: es geht hauptsächlich um die breite Masse, also Nachrichteninhalte und Magazine. Diese kann man ideal mit einem dedizierten Apple-Format (ergo durch iTunes) oder in eigenen Applikationen (ergo Appstore) darstellen.

Ich bin auch weiterhin der Meinung, dass die heutigen e-Reader und zukünftige Weiterentwicklungen ein tolles Angebot für Vielleser darstellen. Der kleine Formfaktor und die angenehme Ansicht sind zwei Punkte, die mich davon überzeugen. Ich warte allerdings noch auf einen e-Reader, der es mir erlaubt, neben Büchern auch Blogs und Nachrichten zu lesen, wie ich es heute im Browser tue. Das bedeutet: schnell, mit Funktionen wie Kommentieren, Bookmarken, Weiterleiten und Markieren. Bis es so weit kommt, warte ich auch gerne noch ein bisschen.

EDIT: kurzer Nachtrag hier.

Leseproben aus der Winterpause

Ich bin also mal wieder zum Lesen gekommen. Den neuen halben Meter Holz habe ich noch nicht geschafft, aber hier schon mal ein paar Kleinigkeiten.

Paraguay, Peace Corps und Poesie

Back in the room it takes a little bit longer to get dressed today. I stumbled across a shirt in the bottom of my bag I haven’t wore yet. It’s the last thing I have that still smells like “home” – or at least like Publix Free ‘n Clear Detergent. I take a few minutes to debate whether to wear it or not. I settle on that it’s not getting any fresher, throw it on, along with pants I’ve been wearing for the past few days, and make my way to the kitchen.

Mein Freund Kevin ist für ein paar Jahre mit dem Peace Corps in Paraguay. Er schreibt über das neue Leben, den Luxus von kalten Bier und ist wirklich zu empfehlen.

Katzeklo und Karriere

Talula sieht mich aus der Küche mit den dreckigen Stiefeln und schmeißt in Rage ein Beil, mit dem sie immer die Hühnchen für die Paella zerteilt, nach mir. Ich ducke mich, zu spät, das Beil steckt in meiner Stirn. Sie schreit wie am Spieß, das wollte sie doch nicht. Wenn ich nicht immer so cool wäre, wäre sicherlich schone in Unglück passiert. Ich nehme das Beil raus und haue es in das Sofa, es hat einen Rand aus Holz, so ein Chippendale-Teil. Meine Stirn nähe ich selber. Mit der Reisenähmaschine.

Helge Schneider in seiner “überdachten” Biographie Bonbon aus Wurst. (Amazon)

Verklemmte Freiheit

Private ownership usually creates wealth. But too much Ownership has a different effect – it creates gridlock. Gridlock is a free market paradox. When too many people own pieces of one thing, cooperation breaks down, wealth disappears, and everybody loses.

The Gridlock Economy von Michael Heller hatte ich vor einiger Zeit begonnen und konnte es nun zu Ende lesen. Eine sehr tiefgründige Analyse über Probleme wie die “Anticommons”, die zum Beispiel in der Musik- und Filmindustrie nach neuen Lösungen schreien. Sehr zu empfehlen. (Amazon)

Back in Business

Vor meiner einwöchigen Erkältung der fiesen Art war ich zu allem Übel auch noch sonst ziemlich busy. Jetzt bin ich wieder fit und es wird wieder aktuell.

Zusätzlich habe ich nun eine Werkstatt im Keller, was für den Winter eine willkommene Abwechslung sein wird. Mit Max zusammen habe ich schon die ersten beiden Projekte begonnen. Das Bücherregal wird ein Knaller.

Bücher für den Sommerurlaub zu empfehlen!

Kurz vor dem Urlaub renne ich meistens hektisch in den Bücherladen und suche mir etwas vernünftiges zum Lesen. Glücklicherweise habe ich mittlerweile ein gutes System, das passende Material auszusuchen: Ich gehe in die Abteilung für englische Bücher, schaue nach einem interessanten Cover und gehe zur Kasse. Dabei kommt dann zum Beispiel folgendes heraus:

Emergency von Neil Strauss

Neil Straus ist der erlesene Autor von Meisterwerken wie “How to make love like a porn star” mit Jenna Jameson und “The long hard road out of hell” mit Marylin Manson. Also ganz offensichtlich jemand, auf dessen Werke man ein Auge werfen sollte. In Emergency beschreibt er seine persönliche Odyssee vom Steuerzuflucht suchenden Musikjournalisten zum absoluten Untergangsüberlebenskünstler. Der Untertitel “this book will save your life” wird immer überzeugender, je mehr seine Schreckensvorstellungen zu möglichen Anschlägen, Naturkatastrophen und Bürgerkriegsphantasien in Erzählung Gestalt annehmen. In Wirklichkeit beschreibt er, wie er aus reinem Interesse für eine Story an Menschen gerät, die jeweils eine sehr grafische Vorstellung vom Ende der Welt haben. Er lässt sich davon anstecken und schreibt über die verschiedenen Schritte, die zum Austritt aus der Gesellschaft (und zur eigenen Rettung) nötig sind:

  • Orientation
  • Escape
  • Survive
  • Rescue

Die Erzählung ist dabei mit nützlichen urbanen Überlebenstipps wie Schlösser knacken, Ziegen ausnehmen, Toiletten bauen und Chemieangriffe überleben gespickt, die einem sämtliche Angst vor möglichen Katastrophen nehmen. Not. Ein amüsantes Buch also, vor allem für diejenigen, die früher nicht bei den Pfandfindern waren. Ich war übrigens da, also war das alles nichts neues für mich (vor allem zweite Reisepässe und Chemieangriffe sind nämlich Themen, die bei den Pfadfindern auf der Tagesordnung stehen).

Gomorrha von Roberto Saviano

Das Buch, nach dem der sehr gewalttätige, gleichnamige Film gedreht wurde. Dieses Buch über die neapolitanische Camorra ist nicht nur ein erschreckend offener Bericht über die Tatsachen, denen die Bewohner Neapels und seiner Vorstädte anscheinen täglich gegenüber stehen, sondern gleichzeitig auch eine sehr persönliche Story über den Autor und seine Familie, Freunde und Heimatstadt.

Absolut lesenswert fand ich Gomorrha, weil die persönliche Erzählung aus Sicht des Autors sehr eng und gekonnt mit Erklärungen zur historischen und gesellschaftlichen Struktur verwoben sind. Welchen Einfluss die Camorra noch heute in einem der ersten EU-Länder hat, sollte jeden zum Stutzen bringen. Vielleicht erklärt dieser Umstand aber auch die grotesk anmaßenden Kapriolen der Politiker in Italien, die man nicht so wirklich ernst nehmen will. Wer gerne “The Sopranos” guckt und den “Paten” für einen unglaublich realen Film hält, kriegt hier auf jeden Fall einen deutlich ungeschönteren und weniger glorifizierten Lifestyle der kriminell organisierten Klasse serviert.

3 unkonventionelle Bücher über Startups

Ich lese viel – seit ich 5 Jahre alt bin, kann ich nicht genug vom gedruckten Wort bekommen. Mein Ziel ist es mittlerweile, jede Woche ein Buch zu beenden. Ich schaffe es nicht immer, meistens nehme ich 5 bis 6 “angebrochene” Bücher mit in meine langen Wochenenden oder den Urlaub. Dazu kommen Magazine, Zeitungen und Zeitschriften, die ich noch schneller verschlinge – egal zu welchem Thema. Klar, wie gesagt, Blogs lese ich auch viel.

in den letzten 4 Jahren habe ich natürlich besonders viel zum Thema Venture Capital und Startups gelesen. Die folgenden Bücher sind meine liebsten Entdeckungen über Business und Unternehmen, ich kann jedem einen Blick hierein empfehlen. Keines der drei Bücher beschäftigt sich mit Business Plänen oder Fundraising. Es geht viel mehr um die ersten Schritte und das eigene Selbstverständnis als Gründer und Unternehmer.

The Knack – Norm Brodsky und Bo Burlingham

Dieses Buch ist für einen nicht-“BWLer”, wie es so schön heißt, wohl der beste Einstieg in die Welt der Selbstständigkeit. Es geht vor allem um die einfachen Fragen – Die Entscheidung, sich selbstständig zu machen, die grundlegenden Annahmen eines Geschäftes und viele kleine Stories über Erfolge und Fehler. Norm und Bo schreiben eine Kolumne im INC Magazin, das Buch ist eine Sammlung von Artikeln, die in “Street Smarts” erschienen sind. Gerade nach Studium und den ersten Jahren im Job eine erfrischend naiv erklärte Sicht auf die eigene Firma – kein Business-Speak oder Fachchinesisch. Ein tolles Geschenk auch für jeden Kumpel, der da so eine Idee hat, bisher aber nicht richtig voran gekommen ist. Gibt’s hier bei Amazon.

A smart person learns form her mistakes. A wise person learns from other people’s mistakes.

The Monk and the Riddle – Randy Komisar

Dieses Buch habe ich zum ersten mal während meinem Aufenthalt in Florida gelesen, mein Entrepreneurship Professor hat uns hierzu verdonnert. Eine tolle, wenn auch sehr klischeehafte Geschichte über einen Business Angel, der im Silicon Valley zu Geld gekommen ist und nun Startups betreut. Er nennt seine Position “Virtual CEO”, hilft quasi als Ideenfinder und -Verbesserer, wo die Gründer nur Dollarscheine und Privatjets sehen. Das viel zitierte Mantra des passionierten Entrepreneurs ist Zentralthema dieses Buches, die Aussage wird auch sehr deutlich rübergebracht. Es deckt sich mit meiner eigenen Meinung und Erfahrung, dass wirklich passionierte Gründer einen besseren Job machen als “Angestellte mit Anteilen”. Amazon führt the Monk and the Riddle hier.

‘The Monk’ encourages us to consider how we spend our time, not our money.

A Year in the Merde – Stephen Clarke

Eine fast zu nah an der Realität geschriebene Geschichte über einen jungen Engländer, der einen Job in Frankreich annimmt und versucht, in Paris eine Kette Englischer Teesalons aufzubauen. Auf dem Weg gibt es einige französische Affären, Probleme mit Gesetz und Brauch, Frauen und der generellen Gewöhung an ein neues Land. Passend nicht für denjenigen, der einen Teesalon in Frankreich aufmachen möchte (der sollte immer das Gegenteil von dem tun, was Paul tut), sondern für jemanden, der sich an eine neue Kultur gewöhnen muss, will oder soll. Es ist jedenfalls ein unkonventionelles Buch über ein unkonventionelles Startup. Ich glaube, ich habe ganze 2 Stunden dafür gebraucht und mich mehrfach zu Bauchschmerzen gelacht. Amazon.

When in doubt, ask your Concierge.