Category: Housekeeping

  • Der Karneval in Köln

    Kai hat es auf den Punkt gebracht, der Kölner an sich ist wirklich Konsequent:

    Es ist schlicht und einfach unmöglich. Und irgendwie liebe ich die Konsequenz der Kölner, selbst bei minus X Grad zu abartiger Musik zu schunkeln, zu grölen und sich getrost auf den Komplettausfall in den nächsten Tagen einzulassen.

    via Karneval in Köln – StyleSpion.

    Man kann Karneval auch nur sehr schwer erklären oder gar einen Sinn an-argumentieren. Wenn man die Selbstverständlichkeit sieht, mit der hier in Köln auf einmal alle total bescheuert aussehen, muss man sich einfach freuen.

    Es gibt tolle Erlebnisse: der Blick einer französischen Dame im ICE, der im Hauptbahnhof an einer Horde Kühe vorbei fuhr, war unbezahlbar. Noch besser war der Besuch von 3 Freunden aus den USA, die sich 4 Tage lang ohne Wenn und Aber ins Getümmel geschmissen haben. Ich hatte versucht, ihnen das alles vorher zu erklären, aber so richtig geglaubt haben sie es mir nicht – bis sie angekommen sind. Die Jungs waren geborene Jecken.

    Ich war übrigens dieses Jahr Spongebob.

  • Besser kann ich es auch nicht sagen

    The best way to learn good writing is to write a lot.

    via How the Internet Changed Writing in the 2000s – GigaOM.

    Genau der Grund, warum ich schreibe. Seit ich lesen kann habe ich jeden Text verschlungen, sicherlich ein guter Grundstock zum Schreiben. Wichtig ist aber wie bei Allem die Übung, und die kommt nur beim Schreiben selbst. Deswegen habe ich mir zum Ziel für 2010 gesetzt, öfters zu bloggen und auch mehr privat zu schreiben – auch mit dem Stift.

    Johannes hat mich zu einem Zitat geleitet, das noch etwas weiter geht:

    But most importantly, I’m freely expressing my ideas in public, which helps me clarify my thoughts, enhance and alter my views, and improve my writing over time.

    via What i expect, Marco Arment

    Wenn man etwas in den öffentlichen Raum schreibt, überlegt man sich ein paar mal, was denn dabei rauskommt. Man lernt, seine Gedanken in einen Rahmen zu packen und ein Ziel zu finden. Zum Beispiel, zu erklären, warum man denn so ein Blog schreibt.

    Anders lernt man das nicht. Übung = Erfahrung. Ziemlich einfach.

  • So long, folks.

    Seeya next year, you’ve been kind to me.

  • Back in Business

    Vor meiner einwöchigen Erkältung der fiesen Art war ich zu allem Übel auch noch sonst ziemlich busy. Jetzt bin ich wieder fit und es wird wieder aktuell.

    Zusätzlich habe ich nun eine Werkstatt im Keller, was für den Winter eine willkommene Abwechslung sein wird. Mit Max zusammen habe ich schon die ersten beiden Projekte begonnen. Das Bücherregal wird ein Knaller.

  • Flohmarkt macht das Leben leichter

    Ich finde Flohmärkte eigentlich ziemlich ätzend – man bringt eh nur Schrott mit nach Hause, den man dann nie wieder benutzt, anzieht oder aufhängt. Als GTD (getting things nach draußen) – Methode sind sie allerdings super. Seit drei Jahren miste ich also im Sommer alles aus, das ich seit 6 Monaten oder länger nicht mehr angezogen, angeschaut oder benutzt habe. Da kommt einiges zusammen – ob leider oder zum Glück sei dahin gestellt. Das Ausmiste-Mindset muss man sich allerdings erst angewöhnen, ein “ach, das könnte ich doch noch mal zum…” ist hier der größte Feind. Der zweitgrößte Feind ist der Begriff Karneval. Also, alles raus.

    Beim Flohmarkt selbst muss man einfach nur früh genug da sein (Freitags früh Platz reservieren, Samstags um 6 da sein) und sich dann auch von seinen Sachen trennen können. Wenn man sich von fliegenden Teppichhändlern nicht beeindrucken läßt, die einem 50 Cent für eine ordentliche Jeans geben wollen (8 Euro müssen da schon drin sein), bleibt auch die Laune gut. Jemand aus dem Bekanntenkreis sollte noch freiwillig Kaffee oder Kuchen vorbeibringen (danke Ale!), dann ist es perfekt.

    Wir haben pro Nase einige Hundert Euro verdient, gar nicht so übel für einen sonnigen Nachmittag im Grünen.

    Anmeldungen zum Workshop “Flohmarkt 2010” werden per Kommentar angenommen.

  • Warum Kommentare für Blogger wichtig sind

    Josh Sweeney hat bei Techdrawl, einem Startupblog aus Atlanta, einen guten post über den Sinn von Kommentaren geschrieben. Warum finde ich Kommentare toll und wichtig (und versuche auch auf jeden zu antworten)?

    • People Need Input
    • To Challenge
    • To Praise
    • To Let the Blogger Know you Reposted

    Besser hätte ich es auch nicht sagen können. Man möchte ja auch nicht in einen leeren Raum quatschen, ohne dass einem Jemand antwortet. Mich interessiert zusätzlich, wer hier mitliest, also ist eine kleine Nachricht immer gern gesehen!

  • Verschiedene Ansichten zum idealen System von mobilen Applikationen

    Zufällig bin ich gestern Abend über eine Anzahl von Artikeln in meinem Feedreader gestolpert, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Es gibt Leute, die sagen, dass Apple mit dem App Store eine Software Revolution eingeläutet hat, andere sind davon nicht überzeugt. Meiner Meinung nach ist das Ganze nicht so einfach, da in diesem Modell verschiedene Faktoren zusammen kommen:

    • Das einfache Finden und Kaufen von Applikationen an einem einzigen Ort
    • Integration in einer einfachen Benutzeroberfläche mit einheitlichen Design- und Usability Konzepten
    • Eng kontrollierte Natur des App Stores, welche Apple aufrecht erhält

    Somit gibt es auch verschiedene Kritikpunkte zu den einzelnen Prinzipien, die in anderen App Stores besser oder vermeintlich schlechter gelöst sind (gewisse Fanboys haben für jeglichen Ansatz außerhalb dieser Paradigmen schnell das Wort “Fail” parat).

    An sich finde ich die Idee eines App Stores sehr gut, da man als Nutzer eine einzige oder zumindest zentrale Stelle für Programme hat, wo man sich relativ sicher sein kann, keine Malware oder Viren einzufangen. Ob das nun per Eigner des Stores (wie bei Apple) oder durch die Community gelöst wird (wie bei Android u.A.), ist mir relativ egal – einzig Transparenz ist dabei wichtig. Durch Ratingmechanismen und ein zentralisiertes Zahlungssystem werden weitere Probleme der virtuellen Softwareverbreitung gelöst. Bei Shareware und ähnlichen Quellen kommen schnell Fragen bezüglich der Sicherheit und dem Bezahungsmechanismus auf, die in App Stores elegant gelöst werden können.

    Open vs. Closed

    Nic Brisbourne argumentiert, dass Apple mit seinem Software Modell, dem geschlossenen Appstore und der sehr engen Kontrolle zur Zulassung der Applikationen langfristig in die falsche Richtung läuft (auch ein Diskussionsthema bei Marco Arment, einem Mikro-Celebrity in der Entwicklerszene). Seiner Meinung nach ist ein offenes Modell besser geeignet, um Innovationen zu fördern (er zitiert auch einen Artikel von Techdirt). Er rät daher Entwicklern:

    At this point though the Apple solution is still far superior to anything else out there, and I don’t think we have yet reached the point of momentum shift, which makes it difficult to see past the iPhone and the app store.  As with all areas of business, there is no certainty, but given all of the above if I was running a startup in this space I would avoid coupling myself too tightly to the success of the iPhone and app store.

    Qualität vs. Quantität

    Jason Chen argumentiert auf Gizmodo, dass eine große Anzahl von komplexen iPhone-Spielen und -Applikationen wahrscheinlich auf sich warten lassen werden, da die Masse an iPhone Spielen zu niedrigen Preisen wenig Platz für teure Spiele (>10 Dollar) im Markt lässt. Seine Argumentation ist recht einfach:

    Here’s the major reason: the price of apps. AppCubby maker of apps like GasCubby, just put up an analysis of the app store that says the new price ceiling is $5. It used to be $10. But according to him and other developers, the $10 price point is no longer sustainable, seeing as many previously $10-priced apps are now $3-$5.

    There probably are two major co-existing reasons for the drop. One, older apps get price drops to lure in cheapskates. People who wanted them already bought them, and people who are holdouts will only jump on when the price is lowered. Two, older apps just get dropped because older titles (see Best Buy) get price drops.

    But back to the main point. If $5 is the new standard price ceiling, developers aren’t going to be willing to devote time to their projects.

    Wenn man die Preise der Spiele für mobile Konsolen wie PSP und Nintendo DS sieht, wird schnell klar, dass große Entwicklungsschritte auf einer neuen Plattform mit Vorsicht genossen werden, vor allem, wenn die Nutzer es nicht gewohnt sind, hohe Preise zu zahlen. Ein gutes Beispiel ist die Navigon Navigationssoftware, die das iPhone zum vollwertigen System inklusive turn-by-turn Anweisungen macht. Die Applikations kostet schlappe 99 Euro – und wird auch gekauft. Die Tatsache, dass sie in der offiziellen WWDC Pressekonferenz vorgestellt wurde, hilft dabei jedoch sicherlich enorm. Insgesamt ist die Applikation trotzdem recht weit abgeschlagen auf Platz 340 bei Mobclix, was keine enormen Verkaufssprünge erahnen lässt. Hinzu kommt hier die stark abnehmende Käuferzahl über Zeit, die bei iPhone Apps ein bekanntes Problem ist.

    Browser vs. Apps

    Google geht einen anderen Schritt und fokussiert sich zunehmend auf Webapplikationen anstelle von installierten Programmen. Da ich meine Masterarbeit über dieses Thema geschrieben hatte, gehöre ich sicherlich zu den Verfechtern von browserbasierten Applikationen, die eine große Menge an Vorteilen haben. Dazu gehören unter anderem die einfachen Updates, die überall zugänglichen Inhalte, der fehlende Anpassungsaufwand für verschiedene Systeme und mehr. Die Nachteile fehlender Lösungen zum Always-on sind seit iPhone und Android beinahe zu vernachlässigen und machen nur in wenigen kritischen Situationen Probleme.

    Die Business Week gibt einen kurzen Überblick zu beiden Ansätzen und erklärt recht gut, warum Google und Apple sich so verhalten, wie es von ihnen zu erwarten ist. Wie schon beim Thema Chrome OS liegt der Charme für Google natürlich darin, mehr Nutzer ins Web zu bringen, wo die eigenen Anzeigen ausgeteilt werden können. Werbeumsätze machen nämlich weiterhin ca. 97% aller Umsätze des Suchmaschinenanbieters aus, jede Chance, diese Umsätze zu erhöhen, wird natürlich genutzt. Ich bin mir auch gar nicht so unsicher, dass Google den Chrome Browser entwickelt hat, um die Web-Experience nach den eigenen Vorstellungen kontrollieren zu können. Ein Adblocker funktioniert zumindest in Chrome nicht. Zitat BW:

    Google’s promotion of Web-centric software development also serves its interests as much as those of users. The more smartphone users open their browsers to perform tasks, the greater chance they have of seeing Google’s ads, which are strewn across the Web. “Google wants things open, but the reason they want things open is because that allows a lot more devices to get into their sandbox,” says analyst Gold.

    Am Ende zählt die Kontrolle

    Zumindest die über die eigenen Umsätze. Google versucht, seine webzentrische Herangehensweise zu pushen, Apple fokussiert sich auf die Nutzerfreundlichkeit und die Apple Experience, die in diesem Fall den größten Umsatz verspricht. Die Probleme, die dabei auf Entwickler- und Nutzerseite anfallen, sind langfristig so nicht zu halten und werden sicherlich einiges an Umdenken erfordern. Bis dahin wird aber sicher noch das eine oder andere iPhone verkauft werden, schließlich gewinnt hier Apple weiterhin. Für Google ist die mobile Welt noch nicht so wichtig wie für Apple (Apple hat dieses Quartal doppelt so viele iPhones wie Mac-Rechner verkauft), außerdem kann Google seine Werbeumsätze auch auf iPhones verdienen.