Category: Wie funktioniert das?

  • WordPress Permalinks bei Host Europe

    Nach einigen Problemen hab ich es nun endlich geschafft, bei meiner WordPress-Installation die “hübschen” Links anzuschalten. Diese sind laut meinen SEO Consultants David und Marco absolut unumgänglich, wenn es um Reichweite und Monetarisierung geht (wie hier also).

    Der Trick lag ganz einfach in der Verlegung der WordPress-Dateien in ein eigenes Unterverzeichnis. Das kann bei Host Europe auch direkt als Ziel für die URL angegeben werden, also entfallen sämtliche Kopfschmerzen beim Umzug. Einfach in den neuen Ordner verschieben, Domain ummappen, 10 Minuten warten und los geht’s.

    EDIT: Pretty Permalinks sind bei Host Europe nur ab dem “Webpack L” möglich, da man vorher keine htaccess Dateien editieren kann.

  • Heavy User sind die beste Vorhersage

    Ein würdiges Zitat zum Jahresanfang:

    Amazon and the Kindle have killed the bookstore. Why? Because people who buy 100 or 300 books a year are gone forever. The typical American buys just one book a year for pleasure. Those people are meaningless to a bookstore. It’s the heavy users that matter, and now officially, as 2009 ends, they have abandoned the bookstore. It’s over.

    When law firms started switching to fax machines, Fedex realized that the cash cow part of their business (100 or 1000 or more envelopes per firm per day) was over and switched fast to packages. Good for them.

    via Seth’s Blog: It’s not the rats you need to worry about.

    Es geht hierbei natürlich darum, wie wichtig die Heavy User für ein Geschäftsmodell an sich sind. Bei vielen Modellen sind sie diejenigen, die gleichzeitig unnatürlich hohe Kosten verursachen. Wenn also per Abo oder Flatrate abgerechnet wird, ist ein Paradigmenwechsel nicht ganz so dramatisch wie bei Volumenmodellen.

    Ein gutes Beispiel ist im TK-Bereich zu finden: große Firmen bauen um auf VOIP-Anlagen, um Telefonkosten zu sparen. Bei kleineren Firmen sind die Telefonkosten insgesamt zu vernachlässigen, in größeren Konzernen sieht das anders aus. Die Telefongesellschaften verlieren ihre besten Kunden (Großer Kunde = wenig Aufwand, hoher Umsatz) und müssen schließlich selber die Preise senken bzw. Alternativen anbieten.

    Die Telefonpreise sind unten und mittlerweile fast vollkommen auf Flatrates umgestellt. Bei den niedrigen Minutenpreisen ist es für die Anbieter meist günstiger, ein ordentliches Dauerschuldverhältnis aufzubauen, als sich einen Preiskampf im Detail zu leisten.

    Eine kleine Vorhersage für 2010: das Festnetz wird noch unwichtiger, VOIP kommt auf Smartphones und Datenflatrates werden als Alternative zum DSL-Anschluss noch interessanter. Early Adopter haben es vorgemacht, die Masse wird ebenfalls in diese Richtung gehen (Ausnahmen 100mBit DSL, Heimkino, etc.).
    __

    Sonst so? Werde ich öfters mal Zitate bloggen und meine Meinung dazu sagen. Meine Shared Items (–>) liest nämlich eh keiner. Da ich mich von Buchstaben ernähre, macht das Ergebnis vielleicht sogar was her.

  • Google Chrome ist mein standard Browser

    Ich bin ja eigentlich ein großer Fan von Firefox, weil man nun wirklich alles bis auf den letzten Winkel an seine eigenen Vorlieben anpassen kann. Neben den üblichen Browser-Funktionen nutze ich Firefox mittlerweile unter anderem als FTP-Manager (FireFTP), Texteditor, Musikplayer (Songbird), und mehr. Vor allem die fehlenden Erweiterungsmöglichkeiten haben mich am Anfang davon abgehalten, Google’s Chrome wirklich ausdauernd zu nutzen.

    Die zusätzlichen Funktionen von FF sind aber gleichzeitig auch sein Fluch: der Browser braucht selbst auf einem starken Desktop PC mehrere Sekunden, bis er gestartet ist und reagiert. Chrome ist selbst auf meinem Netbook innerhalb weniger Augenblicke voll funktionsfähig. Gerade wegen des etwas schwachen Prozessors auf dem Netbook bin ich recht früh zu Chrome gewechselt, auch wenn einige Funktionen gefehlt haben. Mittlerweile gibt es Extensions und Bookmark-Synchronisation (elegant in Google Docs), also habe ich gewechselt.

    Folgende Funktionen sollte man sich als geplagter Firefox-Nutzer einmal näher anschauen:

    • Sehr schneller Start des Browsers
    • Menus und Rahmen nehmen durch smartes Design nur wenig Platz in Anspruch (insb. auf den Netbook)
    • Die schwebende Bookmark-Leiste ist nur bei neuen Fenstern und Tabs sichtbar und spart Platz.
    • Bookmarks können nun auch synchronisiert werden (in einen Google-Account). Das ist mir wichtig, da ich täglich an mindestens 2 verschiedenen Rechnern sitze.
    • Adsweep ersetzt das nützliche Adblock Plus für Firefox. So kann man surfen, ohne andauernd von brüllenden Flashvideos unterbrochen zu werden.
    • “Pin Tabs” lässt einzelne Tabs ganz links minimieren, so dass nur ein Favicon zu sehen ist. Gmail, Twitter und Reader können so bequem offen, aber aus dem Blickfeld gelassen werden.
    • “Anwendungsverknüpfungen” erlaube das Anzeigen einer Webapplikation wie Gmail in einem eigenen Fenster, platzsparend ohne Navigationselemente. Ich nutze so vor allem den Task Manager von Gmail, mittlerweile sogar in einer erweiterten Version.
    • Die Architektur erlaubt das schließen von Prozessen in einzelnen Tabs bzw. Websites. So stürzt nicht der ganze Browser ab, besonders bei Reader-Sessions mit 30 gleichzeitig offenen Tabs.
    • Die Ressourcen nehmen nicht bis zu 1,5 GB RAM in Anspruch, wie in Firefox durchaus üblich. Wieder mal gerade auf dem Netbook interessant.

    Fazit: Ladet euch die Dev-Channel Version (so etwas wie eine Beta) des Browsers herunter und spielt ein wenig mit den neuen Funktionen herum. Ich bin mittlerweile konvertiert, einzig die Mausgesten aus dem Firefox fehlen mir noch ein bisschen.

    Auf Lifehacker gibt es noch einmal eine gute Zusammenfassung in Englisch.

  • Fragen, fragen, fragen!

    Chris Dixon ist so etwas wie der neue Starblogger für viele VCs und Gründer. Er hat unter anderem Skype mitfinanziert, Siteadvisor an McAfee verkauft und mit der Flickr-Gründerin Catharina Fake Hunch gegründet. Seine Posts sind sehr offen und informativ, vor allem durch seine Kenntnis beider Seiten – er war schließlich erfolgreicher VC und Gründer (eine eher ungewöhnliche Reihenfolge). Durch einen Link von Martin von Netzwertig kam ich auf einen etwas älteren Post von ihm, in dem er unterstreicht, wie wichtig das Fragen stellen ist, um im Leben voran zu kommen:

    The guy sitting next to me was a business school student who spent most of the dinner talking about how he was trying to get a job in venture capital.  He never bothered to ask me what I did for a living and I never mentioned it.

    Auf einer Veranstaltung der EBS vor einigen Wochen habe ich mit einem Studenten gesprochen, der mich im Gegenteil zu dieser Anekdote mit Fragen gelöchert hat. Er war sich nicht sicher, ob er alles richtig gemacht hat, ob er weiter in die Richtung Entrepreneurship arbeiten sollte und ob denn die EBS die richtige Uni dafür wäre. Ich denke, er hat alles richtig gemacht, denn er hat die Fragen gestellt, die Ihn gelöchert haben, er hat sich selber nicht für allwissend gehalten und er hat sein Umfeld nicht vergessen. Fragen ist der einzige Weg, an die Antworten zu kommen, die man nicht hat.

    Wie funktioniert das? Frag einfach.

  • Flohmarkt macht das Leben leichter

    Ich finde Flohmärkte eigentlich ziemlich ätzend – man bringt eh nur Schrott mit nach Hause, den man dann nie wieder benutzt, anzieht oder aufhängt. Als GTD (getting things nach draußen) – Methode sind sie allerdings super. Seit drei Jahren miste ich also im Sommer alles aus, das ich seit 6 Monaten oder länger nicht mehr angezogen, angeschaut oder benutzt habe. Da kommt einiges zusammen – ob leider oder zum Glück sei dahin gestellt. Das Ausmiste-Mindset muss man sich allerdings erst angewöhnen, ein “ach, das könnte ich doch noch mal zum…” ist hier der größte Feind. Der zweitgrößte Feind ist der Begriff Karneval. Also, alles raus.

    Beim Flohmarkt selbst muss man einfach nur früh genug da sein (Freitags früh Platz reservieren, Samstags um 6 da sein) und sich dann auch von seinen Sachen trennen können. Wenn man sich von fliegenden Teppichhändlern nicht beeindrucken läßt, die einem 50 Cent für eine ordentliche Jeans geben wollen (8 Euro müssen da schon drin sein), bleibt auch die Laune gut. Jemand aus dem Bekanntenkreis sollte noch freiwillig Kaffee oder Kuchen vorbeibringen (danke Ale!), dann ist es perfekt.

    Wir haben pro Nase einige Hundert Euro verdient, gar nicht so übel für einen sonnigen Nachmittag im Grünen.

    Anmeldungen zum Workshop “Flohmarkt 2010” werden per Kommentar angenommen.

  • Die Suche nach dem passenden Business Angel

    Ich habe heute eine recht lange Email an einen Gründer geschrieben, der gerade versucht, seine Firma aufzubauen. Dabei gestaltet sich die Suche nach einem Investor recht schwierig, da das Unternehmen in einer recht speziellen Nische unterwegs ist. Um meine Zeit quasi zu verdoppeln, recycle ich diese Email nun also zu einem Blogpost. Es gibt natürlich keine “absolute truths”, wie man einen geeigneten Investor findet, hier jedenfalls meine 2 Cents:

    […] das Beste ist in so einem Szenario, einen BA aus dem Zielumfeld zu finden. Damit meine ich jemanden, der entweder selber einmal Nutzer gewesen sein könnte (oder ist) oder der sich in dem Bereich aus anderen Gründen auskennt. Dann kommst du oft neben dem Kapital an Expertise und Kontakte, die dich weiter bringen können. Da Ihr in einem recht speziellen Bereich unterwegs seid, gehe ich davon aus, dass jemand aus dem Team bereits solche Kontakte hat oder leicht Türen aufstoßen kann (Freunde, Professoren, Geschäftspartner,  o.Ä.). In frühen Phasen sind sehr Szene-affine Leute in manchen Fällen bereit zu investieren, auch wenn sie ansonsten wenig Investmenterfahrung haben. Das kann ein guter Schritt sein, um an einige Tausend Euro zu kommen – danach kann man sich gut und mit Nachdruck an kleinere VCs oder größere Business Angels wenden.

    Knackpunkt ist, dass jemand das Business von Grund auf verstehen muss, um die Möglichkeiten in der Zukunft zu sehen. Fachfremde können das am besten, wenn es bereits einige Kunden und Partner gibt, die dem Geschäft ein wenig Momentum verleihen. So investieren die meisten VC-Gesellschaften, da sie nun einmal besser mit belastbaren Zahlen umgehen können als mit großen Visionen in Bereichen, wo sie sich nicht gut auskennen. Der BA mit Expertise kann diese Lücke manchmal ideal schließen. Als ersten Angel empfehle ich dir also jemanden, der wichtige Einsichten im Bereich eures Unternehmens weiter geben kann und somit die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöht. Wenn dazu noch einiges an Geld kommt, ist das natürlich perfekt. Damit nimmst du auch die erste Hürde beim potentiellen professionellen Investor, denn solche Kontakte sind nicht nur operativ wichtig, sondern auch ein wichtiger “people” Faktor. Der erste Investor und Partner wird nämlich immer als Referenz bei der Due Diligence herangezogen – er kennt schließlich Team und Business aus der Investorensicht. Wenn er dabei (bei guter Erfahrung mit dem Team) die Wissenslücke beim Investor glaubwürdig schließen kann, hat er seinen Job gut gemacht.

    Das setzt natürlich voraus, das es auf operativer Seite glatt läuft – auch hier kann jemand aus der “Szene”, in der Ihr euch bewegt, realistischer abschätzen, ob das Business an sich Sinn macht.

    Wenn jemand dazu Einsichten oder Kommentare hat, freue ich mich natürlich. Shoot off in den Kommentaren.