Author: Philipp

  • The next big thing oder so.

    Mein Aufruf nach Blogthemen auf Twitter hat ja wunderbar funktioniert. Da schreibt mir also mein Chef und will wissen, was das nächste große Ding ist…na gut:

    @pmoehring: WHat's the next big thing? by bibrue on TwitterDas nächste große Ding ist nicht Foursquare und auch nicht Groupon, die gibt es ja schon längst. Foursquare hätte man vor einem Jahr nachbauen können, nachdem es beim SXSW so fulminant angekommen ist. Den Gaming-Part des ganzen muss man aber wohl erst einmal erleben, bevor die Genialität sichtbar ist, daher hat es nicht geklappt mit einem Klon. Groupon wird umso härter (und schneller) kopiert, man mag gar nicht glauben, welche Auswüchse das mittlerweile annimmt. Ich habe heute auch mal die Fernsehwerbung von Citydeal gesehen, ich denke schon, dass das in der Masse ankommen wird (Auch wenn die Europäer nicht so eine Coupon-Mentalität haben – die Deutschen lieben es jedenfalls, zu sparen. Wir sind schließlich die Europameister des Discounts: Lidl und Aldi in CH und NL sind ein guter Beweis dafür).

    Was kommt also als nächstes?

    Ich habe es ja im Interview mit Veronika schon einmal vor mich hin gestottert: Ich denke, dass mit der immer stärkeren Penetration von Smartphones endlich der wirkliche lokale Markt im Netz losgehen wird. Da wir aber in diesem Falle noch ca. 1-2 Jahre hinter den Staaten liegen, werden die Location based Services sich noch ein paar Monate Zeit lassen. Man bedenke: vor genau einem Jahr war Foursquare in den Staaten bereits in aller Munde, hatte also bereits ein funktionstüchtiges Produkt und eine aufmerksame Nutzerschaft. Ja, es gab auch in Deutschland schon mal Places. Über Timing sollte ich vielleicht mal einen etwas ausführlicheren Post schreiben…

    Also, nochmal von vorne:

    Was kommt als nächstes? Groupon und Co zeigen eine tolle Nische auf, die ich (abgesehen vom Geschäftsmodell mit immensen Werbekosten) für absolut reif halte: Die Verbindung von Online und Offline*. Was lässt sich mit dieser Nische noch anfangen? Zum Beispiel Milo.com. Milo zeigt Online-Shoppern, welche Produkte in welchen Geschäften in ihrer Nähe verfügbar und vorrätig sind, natürlich gleich inklusive Preis, Rabatten und Coupons. Die Daten sind vorhanden, die Systeme müssen lediglich angebunden werden. In diesem Stile lässt sich weiter spinnen: Arzttermine online buchen, Medikamente in der Apotheke per Internet bestellen und á la Packstation abholen, iPhone Apps, die freie Parkplätze anzeigen, und so weiter, und so fort. Ich bin gespannt, ob sich so etwas bewahrheitet, sehe aber auf allen Seiten Chancen: Probleme der Nutzer werden gelöst, bestehende Geschäftsmodelle unterstützt, win-win, wie es besser nicht sein könnte. Bonus: die “Offliner” meckern weniger über das Internet, das ja alles kaputt macht.

    *Wer diesen Spruch nicht mehr hören kann, ist bei mir herzlich willkommen.

  • Frische Bookmarks vom 16.03. bis 18.03.

    Artikel des Tages

    Ich nutze das Postalicious Plugin, um meine täglichen Bookmarks hier abzugleichen. Kommentare sind wie immer willkommmen.

  • Design von Pitch-Präsentationen

    Bei der Vorbereitung von Finanzierungsrunden müssen Gründer immer wieder ihre Story erzählen. Das Wichtigste bei der Unternehmensvorstellung sowohl auf Veranstaltungen als auch in Meetings mit Investoren ist in schnell geklärt:

    • Kurze, klare Vorstellung der Firma und des Geschäftmodells. Kurz und prägnant sollten die Grundlagen erklärt werden.
    • Kurze Einführung in die Problematik der Kunden und eine Erklärung der Lösung. Am besten ist es, wenn der Zuhörer sich so in die Lage des Kunden versetzen kann und die Lösung versteht. Idealerweise ist diese natürlich auch auf geschäftlicher Seite genial gestrickt (wirklich innovative Geschäftsmodelle sind selten, aber hochinteressant).
    • Darstellung von Metriken, die die Firmen bereits einsetzen oder planen. So können die wichtigsten Stellgrößen demonstriert werden, natürlich in Verbindung mit der passenden Herleitung und Signifikanz für das Unternehmen. Wichtig auch für die Finanzplanung.
    • Vergangenheit und Zukunft. Oft wird vergessen, neben der Vision auch die bisherige Entwicklung zu demonstrieren. Diese gibt aber oftmals einen viel besseren Einblick in die tatsächliche Qualität und Motivation des Teams. Hier macht auch eine Beschreibung der Hintergründe der Gründung Sinn.
    • Formelles. Team, Bestehende Gesellschafter, Finanzierungsbedarf und Zeitplanung der Finanzierungsrunde.

    Wenn diese Themen enthalten sind, kommt man schon ein ganzes Stück weiter. Dass man dann noch ein wenig auf das Design der Slides und ein gebügeltes Hemd achtet (Presentation Skills sind natürlich vollkommen egal), ist ja wohl logisch.

    Eine gute Präsentationen zum Thema von Hiten Shah (Kissmetrics), die Pitch-Präsentation von Mint.com:

    Auch gut: “How to give a VC a hard on” von Dave McClure, der schöne bunte Blogposts schreibt und dessen Präsentationen zum Thema Metrics alles toppen, was es gibt.

  • Frische Bookmarks vom 14.03. bis 15.03.

    Artikel des Tages

    • NOVA | The Pluto Files | Hate Mail from Third Graders (non-Flash) | PBS – Die Nasa bekommt Hate Mail von Kindern, die ihren Pluto vermissen. “Dear Mr. Scientist, […] we just have to get over it. It's science.”
    • Making the Case for iPad E-Book Prices – NYTimes.com – Ein gutes Beispiel, wie digitale Buchpreise zustande kommen und die einzelnen Akteure verdienen. Ein ähnliches Problem haben die Verlage im Zeitungsbereich. Die Vertriebskosten sind im Netz weitaus geringer, allerdings müssen die hohen Fixkosten des Print noch eine lange Zeit getragen werden. Ein klassischer Paradigmenwechsel, der durch Innovation zustande kommt, dagegen kann man sich als “Incumbent” nicht wehren.
    • Wooden 1210 – Mein Plattenspielerprojekt geht weiter. Mein erster Motor-Prototyp läuft! Ich habe beim Design ziemlich viel falsch gemacht, der nächste wird also weitaus besser und evtl. schon nah am finalen Ergebnis.

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  • Ich bin im Fernsehen!

    Ein Shotgun-Interview mit meiner Wenigkeit bei den Live Shopping Days im Januar zum Thema e-Commerce.

    Viele Ähs und Ausserdems, ansonsten hab ich zum Glück nicht so viel Quatsch erzählt.

  • Frische Bookmarks vom 11.03. bis 14.03.

    Artikel des Tages

    • lovemachine » Blog Archive » On The End of Offices – Büro ohne Büro: Einfach kein Büro mieten und dafür in Cafes, Lobbys und anderen netten Orten arbeiten. Hört sich zwar gut an, ist aber sicherlich nciht für jeden 100%ig durchzuführen. Das die heute übliche Office-Kultur einen Neustart braucht, ist wohl ziemlich klar.
    • Investor Signaling (Adding to Chris Dixon) – Continuations – Ein sehr wichtiger Hinweis, gerade auch für Deutschland: Erst einen Deal mit einem Lead investor klären, dann eventuell Co-Investoren ansprechen (bzw. konkretisieren). “Wir brauchen nur noch einen Lead-Investor” kommt nicht so gut an.
    • Can all European countries be like Germany? – Wenn die anderen mehr so sind wie wir, können wir dann vielleicht ein Bisschen anders sein?
    • Why did Nick Denton truncate Gawker’s RSS feeds? – abgekürzte Feeds finde ich unpraktisch, da sie meiner Routine nicht entsprechen (im Reader sharen und automatisch in Blogposts und Bookmarks einfügen). Ich denke nicht, dass ich einen Großteil der Leser mit einem kurzen Feed verlieren würde – die Zugriffzahl nimmt stark zu, wenn ich mal blogge. das bedeutet, dass viele Leute Artikel aus dem Reader öffnen und auf der Seite lesen. Kommentare sind in vielen Fällen ja ein großer Mehrwert, der mich oft selbst auch auf die Seiten treibt, trotz vollen RSS Feeds.

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  • Groupon oder Location?

    Gerade bin ich auf Twitter durch Martin Weigert auf eine interessante Frage gestoßen: Sind Location-based Services oder Groupon Clones momentan der größere Hype? Ich glaube, das ist relativ einfach zu beantworten.

    Groupon und seine Nachahmer machen mit gefühlt limitierten Sonderangeboten gute Umsätze mit Coupons für Restaurants und Service-Angebote. Das Geschäftsmodell ist interessant, da man mit negativem Kapitaleinsatz (Kunden zahlen, bevor die Leistung erbracht wird) neue Möglichkeiten in Sachen Finanzierung finden kann. Insgesamt ist es aber keine grundlegende Innovation – Gutscheinbücher existieren schon lange und werden so nur ergänzt, nicht verdrängt (wo ist eigentlich der Groupon Klon der Gutscheinbücherverlage?).

    Das einzige Pendant zu Ortsbasierten Services wie Foursquare (ich “checke” bei einzelnen Orten ein, um meinen Freunden mitzuteilen wie cool ich bei Starbucks Kaffee trinke) ist eine Postkarte. Daher würde ich hier schon viel eher von einer echten Innovation sprechen: Die neuen Technologien, die endlich anwendbar sind (GPS, mobiles Internet, etc.) ermöglichen diese Art von Interaktion erst heute, auch wenn die Ideen dazu schon vor einiger Zeit auf dem Markt waren (Bluetooth-versehene Plakate und lokale Werbung zum Beispiel). Geschäftsmodelle, die hiermit möglich sind, werden so sicherlich noch viele Blüten tragen, man kann von einer ganzen neuen Generation von Startups ausgehen. Da ist die Hoffnung beim Couponing eher begrenzt (zugegeben, eine ganze neue Generation gibt es da auch schon).

    Interessant sind jedoch auch beide Ideen in Kombination. Es geht nicht unbedingt um Gruppenkauf oder Massen-Checkin, sondern vielmehr um die Möglichkeiten die traditionelle Gutschein und Treuemodelle bieten. Im Prinzip sind nämlich sowohl Groupon als auch Foursquare reine ortsgebundene Werbemaßnahmen. Das haben vor ca. 2 Jahren schon ein paar gute Jungs versucht, aber Timing ist eben alles.