Month: July 2009

  • Warum Kommentare für Blogger wichtig sind

    Josh Sweeney hat bei Techdrawl, einem Startupblog aus Atlanta, einen guten post über den Sinn von Kommentaren geschrieben. Warum finde ich Kommentare toll und wichtig (und versuche auch auf jeden zu antworten)?

    • People Need Input
    • To Challenge
    • To Praise
    • To Let the Blogger Know you Reposted

    Besser hätte ich es auch nicht sagen können. Man möchte ja auch nicht in einen leeren Raum quatschen, ohne dass einem Jemand antwortet. Mich interessiert zusätzlich, wer hier mitliest, also ist eine kleine Nachricht immer gern gesehen!

  • Missionary CEO’s v. Mercenary CEO’s

    Ein guter Post von Larry Cheng zu den intrinsischen Motivationen von Gründern und Entrepreneuren: Missionary CEO’s v. Mercenary CEO’s « Thinking About Thinking.

    Im Video spricht John Doerr von “The Monk and the Riddle”, einem sehr empfehlenswerten Buch von Randy Komisar und erklärt die Einstellung, die einen Missionär von einem Kopfgeldjäger unterscheidet. John Doerr ist einer der erfolgreichsten VCs, daher wird schon etwas daran sein.

  • links for 2009-07-28

  • links for 2009-07-25

  • Links und Kommentare zum Zappos Kauf

    • Zappos wurde an Amazon verkauft. Zappos ist ein Online Schuhgeschäft mit extrem guten Kundenservice, welches in den USA über 1 Milliarde Umsatz macht. Die Firma ist ein Musterbeispiel für unglaublichen Kundenservice, ist sehr offen in der Kommunikation und hat viele unorthodoxe Managementmethoden eingesetzt. Jetzt ist Zappos also nicht mehr unabhängig.
    • Jeff Bezos erklärt die Hintergründe des Deals und warum er Zappos so toll findet. Ein bischen Schaumschlägerei und Gründeranekdoten sind immer gut.
    • Techcrunch hat als erstes über den Zappos-Amazon Deal berichtet und hat gute Infos zu den Zahlen.
      (tags: zappos graf zahl)
    • Techcrunch hat auch zusätzlich gute Infos zu einem Angel Investor gefunden, der in einer frühen Runde bei Zappos investiert war und sich dann zurückgezogen hat. So kann es gehen, im Nachhinein doof, zu der Zeit war er wahrscheinlich jedoch sehr froh über seine Entscheidung.
      (tags: zappos)
    • PE Hub hat die Theorie aufgestellt, die Investoren wollten Ihre Liquidationspräferenz ausüben und haben so den Deal erzwungen. Sicher eine Möglichkeit, gerade bei den genannten Zahlen. Wenn sie allerdings schon so lange auf eine Liquidierung gewartet haben, würden sie auch ein paar Jahre mehr auf diesem Wachstumskurs noch aushalten. Ich glaube, da kann etwas dran sein, muss aber nicht.
      (tags: zappos)
    • Bijan Sabet, VC bei Spark Capital in Boston, erklärt, warum aus seiner Sicht ein erzwungener Exit unwahrscheinlich ist. Ich denke, dass vor allem das Argument eines möglichen PE Investors stark ist und ein Exit auf Wunsch der Gründer eventuell hätte vermieden werden können. Deswegen ist es gut möglich, dass die Gründer durchaus an einem “Liquidity Event” interessiert waren.
      (tags: zappos)
  • links for 2009-07-23

    • You've probably seen it. The fish monger sees a decline in business, so they have less money to spend on upkeep and inventory, so they keep the fish a bit longer and don't clean up as often, so of course, business declines and then they have even less money… Eventually, you have an empty, smelly fish store that's out of business.
      The newspaper has fewer advertisers, so they can't invest as much in running stories, so people stop reading it, which means advertisers have less reason to advertise which leaves less money for stories…
      (tags: business)
    • Virtuelle Restaurants und Bars sind in Japan anscheinend erfolgreich. Ist halt günstiger, beim Essen zuzuschauen.
      (tags: food)
    • Harvard hat große Probleme, sich von den großen Finanzgewinnen der letzten Jahre zu verabschieden und die Finanzen wieder grade zu biegen. Der Harvard Endowment Fonds hatte riesige Gewinne abgeworfen, damit ist nach der Finanzkrise leider Schluß. Der Artikel zeichnet ein trauriges Bild der aktuellen SItuation.
  • Verschiedene Ansichten zum idealen System von mobilen Applikationen

    Zufällig bin ich gestern Abend über eine Anzahl von Artikeln in meinem Feedreader gestolpert, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Es gibt Leute, die sagen, dass Apple mit dem App Store eine Software Revolution eingeläutet hat, andere sind davon nicht überzeugt. Meiner Meinung nach ist das Ganze nicht so einfach, da in diesem Modell verschiedene Faktoren zusammen kommen:

    • Das einfache Finden und Kaufen von Applikationen an einem einzigen Ort
    • Integration in einer einfachen Benutzeroberfläche mit einheitlichen Design- und Usability Konzepten
    • Eng kontrollierte Natur des App Stores, welche Apple aufrecht erhält

    Somit gibt es auch verschiedene Kritikpunkte zu den einzelnen Prinzipien, die in anderen App Stores besser oder vermeintlich schlechter gelöst sind (gewisse Fanboys haben für jeglichen Ansatz außerhalb dieser Paradigmen schnell das Wort “Fail” parat).

    An sich finde ich die Idee eines App Stores sehr gut, da man als Nutzer eine einzige oder zumindest zentrale Stelle für Programme hat, wo man sich relativ sicher sein kann, keine Malware oder Viren einzufangen. Ob das nun per Eigner des Stores (wie bei Apple) oder durch die Community gelöst wird (wie bei Android u.A.), ist mir relativ egal – einzig Transparenz ist dabei wichtig. Durch Ratingmechanismen und ein zentralisiertes Zahlungssystem werden weitere Probleme der virtuellen Softwareverbreitung gelöst. Bei Shareware und ähnlichen Quellen kommen schnell Fragen bezüglich der Sicherheit und dem Bezahungsmechanismus auf, die in App Stores elegant gelöst werden können.

    Open vs. Closed

    Nic Brisbourne argumentiert, dass Apple mit seinem Software Modell, dem geschlossenen Appstore und der sehr engen Kontrolle zur Zulassung der Applikationen langfristig in die falsche Richtung läuft (auch ein Diskussionsthema bei Marco Arment, einem Mikro-Celebrity in der Entwicklerszene). Seiner Meinung nach ist ein offenes Modell besser geeignet, um Innovationen zu fördern (er zitiert auch einen Artikel von Techdirt). Er rät daher Entwicklern:

    At this point though the Apple solution is still far superior to anything else out there, and I don’t think we have yet reached the point of momentum shift, which makes it difficult to see past the iPhone and the app store.  As with all areas of business, there is no certainty, but given all of the above if I was running a startup in this space I would avoid coupling myself too tightly to the success of the iPhone and app store.

    Qualität vs. Quantität

    Jason Chen argumentiert auf Gizmodo, dass eine große Anzahl von komplexen iPhone-Spielen und -Applikationen wahrscheinlich auf sich warten lassen werden, da die Masse an iPhone Spielen zu niedrigen Preisen wenig Platz für teure Spiele (>10 Dollar) im Markt lässt. Seine Argumentation ist recht einfach:

    Here’s the major reason: the price of apps. AppCubby maker of apps like GasCubby, just put up an analysis of the app store that says the new price ceiling is $5. It used to be $10. But according to him and other developers, the $10 price point is no longer sustainable, seeing as many previously $10-priced apps are now $3-$5.

    There probably are two major co-existing reasons for the drop. One, older apps get price drops to lure in cheapskates. People who wanted them already bought them, and people who are holdouts will only jump on when the price is lowered. Two, older apps just get dropped because older titles (see Best Buy) get price drops.

    But back to the main point. If $5 is the new standard price ceiling, developers aren’t going to be willing to devote time to their projects.

    Wenn man die Preise der Spiele für mobile Konsolen wie PSP und Nintendo DS sieht, wird schnell klar, dass große Entwicklungsschritte auf einer neuen Plattform mit Vorsicht genossen werden, vor allem, wenn die Nutzer es nicht gewohnt sind, hohe Preise zu zahlen. Ein gutes Beispiel ist die Navigon Navigationssoftware, die das iPhone zum vollwertigen System inklusive turn-by-turn Anweisungen macht. Die Applikations kostet schlappe 99 Euro – und wird auch gekauft. Die Tatsache, dass sie in der offiziellen WWDC Pressekonferenz vorgestellt wurde, hilft dabei jedoch sicherlich enorm. Insgesamt ist die Applikation trotzdem recht weit abgeschlagen auf Platz 340 bei Mobclix, was keine enormen Verkaufssprünge erahnen lässt. Hinzu kommt hier die stark abnehmende Käuferzahl über Zeit, die bei iPhone Apps ein bekanntes Problem ist.

    Browser vs. Apps

    Google geht einen anderen Schritt und fokussiert sich zunehmend auf Webapplikationen anstelle von installierten Programmen. Da ich meine Masterarbeit über dieses Thema geschrieben hatte, gehöre ich sicherlich zu den Verfechtern von browserbasierten Applikationen, die eine große Menge an Vorteilen haben. Dazu gehören unter anderem die einfachen Updates, die überall zugänglichen Inhalte, der fehlende Anpassungsaufwand für verschiedene Systeme und mehr. Die Nachteile fehlender Lösungen zum Always-on sind seit iPhone und Android beinahe zu vernachlässigen und machen nur in wenigen kritischen Situationen Probleme.

    Die Business Week gibt einen kurzen Überblick zu beiden Ansätzen und erklärt recht gut, warum Google und Apple sich so verhalten, wie es von ihnen zu erwarten ist. Wie schon beim Thema Chrome OS liegt der Charme für Google natürlich darin, mehr Nutzer ins Web zu bringen, wo die eigenen Anzeigen ausgeteilt werden können. Werbeumsätze machen nämlich weiterhin ca. 97% aller Umsätze des Suchmaschinenanbieters aus, jede Chance, diese Umsätze zu erhöhen, wird natürlich genutzt. Ich bin mir auch gar nicht so unsicher, dass Google den Chrome Browser entwickelt hat, um die Web-Experience nach den eigenen Vorstellungen kontrollieren zu können. Ein Adblocker funktioniert zumindest in Chrome nicht. Zitat BW:

    Google’s promotion of Web-centric software development also serves its interests as much as those of users. The more smartphone users open their browsers to perform tasks, the greater chance they have of seeing Google’s ads, which are strewn across the Web. “Google wants things open, but the reason they want things open is because that allows a lot more devices to get into their sandbox,” says analyst Gold.

    Am Ende zählt die Kontrolle

    Zumindest die über die eigenen Umsätze. Google versucht, seine webzentrische Herangehensweise zu pushen, Apple fokussiert sich auf die Nutzerfreundlichkeit und die Apple Experience, die in diesem Fall den größten Umsatz verspricht. Die Probleme, die dabei auf Entwickler- und Nutzerseite anfallen, sind langfristig so nicht zu halten und werden sicherlich einiges an Umdenken erfordern. Bis dahin wird aber sicher noch das eine oder andere iPhone verkauft werden, schließlich gewinnt hier Apple weiterhin. Für Google ist die mobile Welt noch nicht so wichtig wie für Apple (Apple hat dieses Quartal doppelt so viele iPhones wie Mac-Rechner verkauft), außerdem kann Google seine Werbeumsätze auch auf iPhones verdienen.