Category: Entrepreneurship

  • How to be an Investment Guru

    I almost never post videos, but this interview between Mike Arrington and Ron Conway ist too good to miss. Ron Conway is probably the most active business angel in the Valley and this is how he works.

    Here is the corresponding article on Techcrunch: Ron Conway’s SVAngel Closes $20 Million Venture Fund. He Tells Us How He’ll Invest It.

  • Reporting und Statusberichte für junge Startups

    Reporting, Controlling und Buchhaltung sind für viele Gründer ein Reizthema. Klar, diese Dinge halten vom Geschäft ab und dienen nur indirekt dem Unternehmensziel. Wenn ein Investor einsteigt, müssen meistens zusätzliche Daten erfasst oder kontrolliert werden. Statt dem monatlichen Kampf mit der Buchhaltung (die man meiner Meinung nach outsourcen sollte) kann man aber das Reporting auch so entwickeln, dass es intern und für die Investoren einen absoluten Mehrwert bietet.

    Warum Reporting?

    Neben einem Finanzreporting (wozu ich hoffentlich auch noch einen Post schreiben werde) macht es für Unternehmen Sinn, ein qualitatives oder “umgangssprachliches” Reporting zu etablieren. Die Zahlen sind oftmals für Finanzinvestoren essentiell, die restlichen Informationen sind aber mindestens genauso wichtig – vor allem, wenn es sich um ein Startup in einer noch frühen Firmenphase handelt. Auch vor einem ersten Investment durch einen institutionellen Investor wollen alle Beteiligten über die aktuelle Situation Bescheid wissen. Informationen werden täglich per Telefon und Mail verbreitet, gehen dann in Retrospektive aber oft verloren.

    Das umgangssprachliche Reporting soll einen klaren Überblick über alle wichtigen Bereiche des Unternehmens geben. Die genauen Inhalte sind natürlich von Firma zu Firma unterschiedlich, passen aber grob in die gleichen Kategorien. Die Informationen sollten leicht verständlich sein und dem Lesenden ermöglichen, einen recht tiefen Einblick ins Unternehmen zu gewinnen. Wenn ein Finanzreporting besteht, solten die wichtigsten metriken übernommen werden, um das Verständnis zu vereinfachen. Insgesamt hört sich das schlimmer an, als es ist: Pro Monat kommen meist nicht mehr als 2-3 Seiten zusammen.

    Genutzt wird der Statusbericht dann zum Beispiel als Vorbereitung auf den monatlichen Statuscall oder vor Gesellschaftertreffen. Bei guter Handhabung leitet sich eine Agenda für ein Meeting automatisch aus dem Aufbau des Dokuments ab und erleichtert durch eine wiederkehrende Reihenfolge die Eingewöhnung.

    Bonus: Bei der Kapitalsuche macht eine bestehende Übersicht echt Eindruck!

    Wichtig

    Folgend habe ich eine Übersicht zu den wichtigsten Themen. Zum einfachen Einsatz habe ich das Dokument in Google Docs freigegeben. Grundlage eines solchen Dokumentes ist selbstverständlich das nötige Vertrauen unter den Gesellschaftern, um auch Probleme und verfehlte Ziele besprechen zu können – das sollte aber zwischen Gesellschaftern sowieso vorhanden sein. Zusätzlich möchte ich noch klarstellen, dass ein solches Reporting in den meisten Fällen vom Investor gefordert wird, oftmals natürlich nach seiner eigenen Vorstellung. Das vorliegende Beispiel eignet sich also wahrscheinlich am besten für Teams, die kleine Investments von Friends und Family sowie von Business Angels bekommen haben. Mehr nach dem Break…

    (more…)

  • StartUp-Praktikum – Ein erster Schritt zur Selbständigkeit | Gründerszene

    Sehr richtig:

    Insbesondere für Studenten und Absolventen, die den Plan verfolgen, sich selbständig zu machen, bietet sich ein Praktikum in einem neugegründeten Unternehmen an. Nirgendwo kann man mehr über Unternehmensgründung lernen, als in einem StartUp, wo ein Praktikant häufig direkt mit dem Gründer zusammenarbeitet. Als Praktikant in einem Großkonzern lernt man in der Regel nur eine Abteilung kennen, nicht aber die ganze Firma.

    via StartUp-Praktikum – Ein erster Schritt zur Selbständigkeit | Gründerszene.

    Man könnte jetzt die Praktika-Laufbahn von Gründern durchsuchen, mache ich aber nicht. Fakt ist, das viele erfolgreiche Gründer Praktika bei Startups hinter sich haben. Vor allem Networking und das generelle Verständnis von Startup-Arbeit ist anders nicht so einfach zu gewinnen.

  • The next big thing oder so.

    Mein Aufruf nach Blogthemen auf Twitter hat ja wunderbar funktioniert. Da schreibt mir also mein Chef und will wissen, was das nächste große Ding ist…na gut:

    @pmoehring: WHat's the next big thing? by bibrue on TwitterDas nächste große Ding ist nicht Foursquare und auch nicht Groupon, die gibt es ja schon längst. Foursquare hätte man vor einem Jahr nachbauen können, nachdem es beim SXSW so fulminant angekommen ist. Den Gaming-Part des ganzen muss man aber wohl erst einmal erleben, bevor die Genialität sichtbar ist, daher hat es nicht geklappt mit einem Klon. Groupon wird umso härter (und schneller) kopiert, man mag gar nicht glauben, welche Auswüchse das mittlerweile annimmt. Ich habe heute auch mal die Fernsehwerbung von Citydeal gesehen, ich denke schon, dass das in der Masse ankommen wird (Auch wenn die Europäer nicht so eine Coupon-Mentalität haben – die Deutschen lieben es jedenfalls, zu sparen. Wir sind schließlich die Europameister des Discounts: Lidl und Aldi in CH und NL sind ein guter Beweis dafür).

    Was kommt also als nächstes?

    Ich habe es ja im Interview mit Veronika schon einmal vor mich hin gestottert: Ich denke, dass mit der immer stärkeren Penetration von Smartphones endlich der wirkliche lokale Markt im Netz losgehen wird. Da wir aber in diesem Falle noch ca. 1-2 Jahre hinter den Staaten liegen, werden die Location based Services sich noch ein paar Monate Zeit lassen. Man bedenke: vor genau einem Jahr war Foursquare in den Staaten bereits in aller Munde, hatte also bereits ein funktionstüchtiges Produkt und eine aufmerksame Nutzerschaft. Ja, es gab auch in Deutschland schon mal Places. Über Timing sollte ich vielleicht mal einen etwas ausführlicheren Post schreiben…

    Also, nochmal von vorne:

    Was kommt als nächstes? Groupon und Co zeigen eine tolle Nische auf, die ich (abgesehen vom Geschäftsmodell mit immensen Werbekosten) für absolut reif halte: Die Verbindung von Online und Offline*. Was lässt sich mit dieser Nische noch anfangen? Zum Beispiel Milo.com. Milo zeigt Online-Shoppern, welche Produkte in welchen Geschäften in ihrer Nähe verfügbar und vorrätig sind, natürlich gleich inklusive Preis, Rabatten und Coupons. Die Daten sind vorhanden, die Systeme müssen lediglich angebunden werden. In diesem Stile lässt sich weiter spinnen: Arzttermine online buchen, Medikamente in der Apotheke per Internet bestellen und á la Packstation abholen, iPhone Apps, die freie Parkplätze anzeigen, und so weiter, und so fort. Ich bin gespannt, ob sich so etwas bewahrheitet, sehe aber auf allen Seiten Chancen: Probleme der Nutzer werden gelöst, bestehende Geschäftsmodelle unterstützt, win-win, wie es besser nicht sein könnte. Bonus: die “Offliner” meckern weniger über das Internet, das ja alles kaputt macht.

    *Wer diesen Spruch nicht mehr hören kann, ist bei mir herzlich willkommen.

  • Design von Pitch-Präsentationen

    Bei der Vorbereitung von Finanzierungsrunden müssen Gründer immer wieder ihre Story erzählen. Das Wichtigste bei der Unternehmensvorstellung sowohl auf Veranstaltungen als auch in Meetings mit Investoren ist in schnell geklärt:

    • Kurze, klare Vorstellung der Firma und des Geschäftmodells. Kurz und prägnant sollten die Grundlagen erklärt werden.
    • Kurze Einführung in die Problematik der Kunden und eine Erklärung der Lösung. Am besten ist es, wenn der Zuhörer sich so in die Lage des Kunden versetzen kann und die Lösung versteht. Idealerweise ist diese natürlich auch auf geschäftlicher Seite genial gestrickt (wirklich innovative Geschäftsmodelle sind selten, aber hochinteressant).
    • Darstellung von Metriken, die die Firmen bereits einsetzen oder planen. So können die wichtigsten Stellgrößen demonstriert werden, natürlich in Verbindung mit der passenden Herleitung und Signifikanz für das Unternehmen. Wichtig auch für die Finanzplanung.
    • Vergangenheit und Zukunft. Oft wird vergessen, neben der Vision auch die bisherige Entwicklung zu demonstrieren. Diese gibt aber oftmals einen viel besseren Einblick in die tatsächliche Qualität und Motivation des Teams. Hier macht auch eine Beschreibung der Hintergründe der Gründung Sinn.
    • Formelles. Team, Bestehende Gesellschafter, Finanzierungsbedarf und Zeitplanung der Finanzierungsrunde.

    Wenn diese Themen enthalten sind, kommt man schon ein ganzes Stück weiter. Dass man dann noch ein wenig auf das Design der Slides und ein gebügeltes Hemd achtet (Presentation Skills sind natürlich vollkommen egal), ist ja wohl logisch.

    Eine gute Präsentationen zum Thema von Hiten Shah (Kissmetrics), die Pitch-Präsentation von Mint.com:

    Auch gut: “How to give a VC a hard on” von Dave McClure, der schöne bunte Blogposts schreibt und dessen Präsentationen zum Thema Metrics alles toppen, was es gibt.

  • Ich bin im Fernsehen!

    Ein Shotgun-Interview mit meiner Wenigkeit bei den Live Shopping Days im Januar zum Thema e-Commerce.

    Viele Ähs und Ausserdems, ansonsten hab ich zum Glück nicht so viel Quatsch erzählt.

  • Groupon oder Location?

    Gerade bin ich auf Twitter durch Martin Weigert auf eine interessante Frage gestoßen: Sind Location-based Services oder Groupon Clones momentan der größere Hype? Ich glaube, das ist relativ einfach zu beantworten.

    Groupon und seine Nachahmer machen mit gefühlt limitierten Sonderangeboten gute Umsätze mit Coupons für Restaurants und Service-Angebote. Das Geschäftsmodell ist interessant, da man mit negativem Kapitaleinsatz (Kunden zahlen, bevor die Leistung erbracht wird) neue Möglichkeiten in Sachen Finanzierung finden kann. Insgesamt ist es aber keine grundlegende Innovation – Gutscheinbücher existieren schon lange und werden so nur ergänzt, nicht verdrängt (wo ist eigentlich der Groupon Klon der Gutscheinbücherverlage?).

    Das einzige Pendant zu Ortsbasierten Services wie Foursquare (ich “checke” bei einzelnen Orten ein, um meinen Freunden mitzuteilen wie cool ich bei Starbucks Kaffee trinke) ist eine Postkarte. Daher würde ich hier schon viel eher von einer echten Innovation sprechen: Die neuen Technologien, die endlich anwendbar sind (GPS, mobiles Internet, etc.) ermöglichen diese Art von Interaktion erst heute, auch wenn die Ideen dazu schon vor einiger Zeit auf dem Markt waren (Bluetooth-versehene Plakate und lokale Werbung zum Beispiel). Geschäftsmodelle, die hiermit möglich sind, werden so sicherlich noch viele Blüten tragen, man kann von einer ganzen neuen Generation von Startups ausgehen. Da ist die Hoffnung beim Couponing eher begrenzt (zugegeben, eine ganze neue Generation gibt es da auch schon).

    Interessant sind jedoch auch beide Ideen in Kombination. Es geht nicht unbedingt um Gruppenkauf oder Massen-Checkin, sondern vielmehr um die Möglichkeiten die traditionelle Gutschein und Treuemodelle bieten. Im Prinzip sind nämlich sowohl Groupon als auch Foursquare reine ortsgebundene Werbemaßnahmen. Das haben vor ca. 2 Jahren schon ein paar gute Jungs versucht, aber Timing ist eben alles.