Category: Links

  • Frische Bookmarks vom 09.03.

    Artikel des Tages:

    Ich nutze hier das Postalicious Plugin, um meine täglichen Bookmarks abzugleichen. Das automatische Posten von Delicious Links (links for…) finde ich nicht genügend anpassungsfähig, daher bin ich gewechselt.

    Wie findet Ihr solche automatischen Listen? Ich hoffe, genügend Interessante Artikel zu finden und werde natürlich nicht täglich posten.

  • iPhone ohne Home Button jailbreaken

    Ich habe ein iPhone von meinem Chef geerbt, bei dem der Home-Button nicht funktioniert. Bei eben diesem iPhone habe ich zuvor den Bildschirm ausgewechselt, der bei einem waghalsigen Manöver auf Fliesenboden gefallen und gesprungen war. Daher kannte ich die Innereien des ganzen schon ganz gut, was mir sicherlich geholfen hat. Um ein iPhone mit der alten (bis vor 3 Wochen aktuellen) Software zu jailbreaken, also zu “knacken”, standen einem ca. 4 verschiedene Methoden zur Verfügung, die nun alle obsolet geworden sind (dank der neuen Firmware). Nun gibt es für intakte iPhones eine absolut einfache und selbsterklärende Software (Redsn0w vom iPhone Dev Team), die sowohl das alte und neue iPhone für eigene Software öffnet. Soweit so gut. Ohne Home-Button ist das ganze etwas komplizierter.

    Unterschied zwischen Jailbreak und Unlock

    Beim “knacken” gibt es zwei Schritte: den Jailbreak und den Unlock. Der Jailbreak setzt die von Apple aufgesetzten Restriktionen hinsichtlich des Betriebssystems auf dem iPhone aus. Das bedeutet, dass man nach einem Jailbreak auch unautorisierte Software (nicht aus dem offiziellen Appstore geladen) auf seinem Gerät installieren kann.

    Der Unlock ist eine Maßnahme gegen den in der Handy-Welt auch von Laien bekannten Simlock. Dieser bewirkt, dass man sein Telefon, welches im Rahmen eines Vertrages mit einem Netzanbieter erworben wurde, nur in eben diesem Netz zum Telefonieren nutzen kann. Beim iPhone muss der Unlock die aktuelle Version des “Baseband" (im Prinzip das Betriebssystem des Handy-Modems) umgehen bzw. knacken, um auch nicht autorisierte Netze zur Kommunikation frei zu schalten. In meinem Fall bedeutet das, dass ich nun auch eine Simyo Karte im iPhone benutzen kann.

    In früheren Versionen des Jailbreak (z.b. mit Hilfe von Ziphone oder dem Pwnage Tool) war der Unlock des Baseband enthalten, was das Ganze sehr einfach gemacht hat (wenn man die korrekte Firmware Version aufgespielt hatte). Heute muss der Unlock über ein zusätzliches Programm geladen werden, welches man nur installieren kann, wenn das iPhone schon den Jailbreak hinter sich hat.

    “Normale” Vorgehensweise beim Jailbreak der 3.0 Software

    Über iTunes (Version 8.2) wird das iPhone mit der neuen 3.0er Firmware aktualisiert (Vorsicht, sobald es neue Versionen gibt und man auf den Jailbreak angewiesen ist, immer erst auf eine funktionstüchtige Methode für die aktuelle Version warten!). Man lädt sich “redsn0w” und die aktuelle Version der iPhone Software (3.0) herunter und folgt den Anweisungen im redsn0w Dialog. Das bedeutet, dass man sein iPhone in den Wiederherstellungsmodus bringen muss, um ihm dann quasi die durch redsn0w modifizierte Firmware unterzujubeln. Damit hat man den Jailbreak in ungefähr 10 Minuten hinter sich.

    Unterschied zwischen DFU und Restore Mode

    Dieser Modus wird durch eine bestimmte Abfolge von gedrückten Knöpfen aktiviert (viele Knöpfe gibt es beim iPhone nicht, also ist der Home-Button schon essentiell). Die Abfolge ist:

    1. iPhone an PC/Mac anschließen und ausschalten
    2. Power Knopf (oben) ca. 3 Sekunden drücken
    3. Home Button (unten) ca 10 Sekunden (gleichzeitig) drücken
    4. Power Knopf loslassen, Home Button gedrückt halten und warten
    5. Jetzt ist man im DFU Modus!
    6. Nach ca. 20 Sekunden sieht man in redsn0w eine Erfolgsmeldung – loslassen und Jailbreak abwarten.

    Der übliche Restore Mode, der auf dem Bildschirm das iTunes Logo zeigt, erlaubt nicht das unterjubeln der modifizierten Firmware. Bei Misserfolg weist redsn0w darauf hin, es noch einmal zu probieren (und auf YouTube oder bei Philipp nach einer besseren Anleitung zu suchen).

    Der DFU Modus (Device Firmware Upgrade, ein offizieller USB-Standard übrigens) setzt also einen Home Button voraus, den ich an meinem gerät leider nicht habe.

    iPhone ohne Home Button

    Ich habe also die zweifelhafte Ehre eines iPhones, das noch minimalistischer als Apples originäre Inkarnation ist. Statt einem Knopf auf der Vorderseite habe ich nämlich keinen einzigen. Dieser Zustand rührt allerdings nicht von meiner Vorliebe für Minimalismus, sondern von der Vorliebe des Vorbesitzers für Strandspaziergänge mit Telefon. Das bringt einige kleine Probleme mit sich, wie der aufmerksame Leser sicherlich schon bemerkt hat.

    Es gibt zwar eine Software (mQuickDo), die einen “virtuellen” Home Button ermöglicht (funktioniert super, ein Bereich des Bildschirmes, z.B. die Statusleiste ist der Ersatz für den Knopf), diese ist allerdings natürlich nur auf geknackten iPhones zu installieren. Ein gejailbreaktes iPhone hat nämlich zusätzlich zum Appstore noch den Cydia Appstore, wo man sich viele interessante Programme herunter laden kann, die es bei Apple nicht gibt. Der Appstore von Apple glänzt nämlich durch einen sehr harten Auswahlprozess, der viele Entwickler den Kopf schütteln lässt, wie man zum Beispiel bei Marco Arment (Chefentwickler bei Tumblr) nachlesen kann.

    Mein Problem war nun also, das iPhone in den DFU Modus zu bekommen, um einen Jailbreak zu ermöglichen, um mQuickDo zu installieren. In der 2.xer Firmware war das kein Problem, da so viele Leute an Tools zum jailbreaken gearbeitet haben, dass mir zum Beispiel Ziphone und Pwnage Tool die Möglichkeit gaben, das iPhone per Software-Befehl in den DFU Modus zu versetzen. Mit der 3.0 Firmware haben diese Programme nicht mehr funktioniert, also war ich SOL. Ich habe zwei Wochen mit meinem alten Windows Mobile Handy meine Taschen ausgebeult, dann war es mir zu viel und ich habe es noch einmal versucht. 

    Es gibt keine Software Lösung für iPhones ohne Home Button

    Lösung: Hardware-Hack. Ich habe das iPhone eines Freundes auseinander gebaut, den Screen samt funktionierendem Home Button in mein iPhone gesetzt, dieses in den DFU Modus versetzt und den Jailbreak durchgeführt. Im Nachhinein die einzige logische Lösung, es hat nun auch funktioniert, und ich bin wieder glücklich.

    Die mQuickDo Software kostet nun leider 7 Dollar, der Vorgänger iHome war umsonst. Das Geld ist aber nicht schlecht angelegt, immerhin hat es mir einen 2-Jahresvertrag mit T-Mobile erspart. Zusätzlich bietet mQuickDo eine Möglichkeit, durch verschiedene “Wisch-Gesten” zum Beispiel zwischen verschiedenen Applikationen direkt zu wechseln. Auch der Home Screen zeigt mir jetzt Direktlinks zu meinen Lieblings-Applikationen an.

    Das Auseinanderbauen des iPhones ist übrigens extrem einfach, man braucht lediglich die 2 Schrauben neben dem Dock-Anschluss zu lösen und den Bildschirm von unten anzuheben. Dies geling entweder mit einer schmalen Klinge zwischen Rand und Bildschirm oder einem kleinen Saugnapf, zum Beispiel von der Spülbürste.

    Zu all diesen Themen hat iClarified exzellente Tutorials, lediglich ein zusammenhängender Text zum Thema in Deutsch hat mir gefehlt. Auch die Problematik des defekten Home Buttons wird nicht in vielen Texten beschrieben, daher dieser etwas längere Post.

  • Google startet SMS Service in Afrika – Mobile “Unnovation”

    Google SMS is basically a way for people to use SMS text messages to request information like local news, weather, sports, and more. The two most promising services are Google Trader, a marketplace built around SMS, and Google SMS Tips, where people can send in questions about practical things that matter in their daily lives

    via Google aims for less developed nations with Google SMS | VentureBeat.

    Eine tolle Idee, wenn man die Möglichkeiten vor Ort bedenkt. Das One Laptop Per Child Programm is ja nicht so eingeschlagen, meiner Meinung nach liegt das vor allen Dingen am großen Unterschied zum gelernten Verhalten in Sachen Kommunikation (abgesehen von politischen Querelen).

    Ein zeitweise in Afrika lebender Freund hat mir beschrieben, wie Handys ausserdem als mobiles Zahlungsmittel bzw. “Online”- Banking genutzt werden:

    Per SMS können innerhalb der Netze Prepaid-Guthabenpunkte versendet werden. So wurden wohl ursprünglich die Rubbel-Karten ersetzt, mittlerweile senden sich Familien und Geschäftspartner mit Hilfe des Handys Punkte zu. Am Kiosk oder Laden können diese Punkte dann gegen Bargeld eingetauscht werden.

    Diese “Un-nivationen” zeigen, wie einfach Probleme manchmal durch einen kleinen “Hack” gelöst werden können. Durch einen Schritt nach hinten werden so manchmal große Möglichkeiten entdeckt. Wer weiß, vielleicht hätte ja so das mobile Web in Europa auch früher Fuß gefasst?

  • Google Web Elements – Talkbox als Widget

    Ich habe mal kurz die Google Web Elements getestet, welche erlauben, verschiedene Google Inhalte Web-weit als Widgets auszuliefern. Unter anderem geht das für News, Maps, Kalender, Spreadsheets und Conversations. Unten rechts sieht man also jetzt das Widget zu Philippmoehring.de, wo Ihr gerne Feedback, links und Videos hinterlassen könnt. Ich bin mal gespannt, ob das sich etabliert…

    Das Ganze ist gestern bei Google I/O vorgestellt worden, der jährlichen Entwicklerkonferenz von Google. Die Besucher haben anscheinen jeweils ein HTC Magic Handy als Gastgeschenk bekommen. Nice.

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    Edit: Habs wieder rausgenommen, war nicht so hot. die Kommentare bilden das ja eh ab.

  • Ein Herz für Blogs – Wer sollte bloggen?

    Na super. Da macht der Kai diese grandiose Grouphug-Aktion deutscher Blogs, und ich bin mit meinem Blog immer noch nicht aus dem Quark gekommen. Naja, dann muss ich wohl nächstes Mal weiter sein mit meinen Blog-Ambitionen. Es geht darum, seine Liebling-Blogs zu zeigen, um ein bischen frischen Wind in die Feedreader zu bringen.

    Welche Deutschen Blogs lese ich also?

    Mir fallen nicht allzu viele gute Blogs ein, vor allem, weil ich hauptsächlich Techblogs lese, die mit meinem Job zusammen hängen. Klar, das ist gleichzeitig auch mein absolutes Lieblingsthema, und ich würde gerne ein paar coole deutsche Techblogs vorstellen, die noch niemand kennt. Leider ist es aber mit dieser Sparte in Sachen deutschem Content bisher nicht sehr weit gekommen. Es gab dazu auch einen sehr smarten Artikel (wenn auch überspitzt und etwas verallgemeinernd) über die deutsche “Econo-Blogosphäre” bei Reuters, der sich darüber beschwert hat. Die Erklärungen hin oder her, es gibt auf jeden Fall zu wenige. Kai’s Aktion ist also sicher eine gute Idee, um den Zusammenhalt zwischen den Bloggern zu stärken und einige anzuspornen, noch mehr zu schreiben (mich zum Beispiel).

    Meine Top 5 Deutscher Techblogs, in alphabetischer Reihenfolge:

    • bwlzweinull – habe ich erst vor kurzem entdeckt, ordentliche Analysen. Knackig und immer mit einer Zielaussage geschrieben. Nicht so viele Posts, da kann man jeden einzelnen noch durchlesen.
    • Exciting Commerce – Ein super Blog über e-Commerce von Jochen Krisch, einem super Typen, der sich super auskennt. Wer mit e-Commerce zu tun hat und dieses Blog nicht kennt, hat sowieso verschlafen.
    • Neunetz.com – “Privates” Blog von Marcel Weiss, Schreiberling bei Netzwertig.com. Seine eigenen Posts auf beiden Blogs sind sehr gut recherchiert und lassen auch die Prise Sarkasmus und eigene Meinung, die beim Bloggen so wichtig sind, nicht vermissen. Bei der “KulturFlatrate-Diskussion bei der re:publica in diesem Jahr hat er ausserdem meine Meinung vertreten (KF ist schlecht!). Dafür gibt’s ne Empfehlung. Auch wenn er mit den 4 Lesern wohl nicht viel anfangen kann…
    • Seedfinance.de – Hat zwar in letzter Zeit etwas weniger geschrieben, ist aber für den Reader sehr gut geeignet, um manchmal tiefere Einblicke in Themen zu gewinnen.
    • Startwerk.ch – Weil ich in der Schweiz studiert habe und viel zu wenig über die Schweizer Startupszene weiss, eine Empfehlung. Wer mir noch mehr CH-Blogs empfehlen kann (egal welche Sprache) – her damit!

    Ansonsten mag ich sehr die Blogs und Leute hinter : Kopfbunt.de, Jamade.com, Stylespion.de, Tautoko.info, Lesmads.de, Kleinegracht.de, Roitsch.info, Lumma.de, Babbling VC, Echolot.tumblr.com, Wiredvanity.com, Citrusblog.com, Vonroettelbach.com und so weiter. Ich hoffe, ich hab keinen vergessen (glaub ich aber schon).

    Ganz sicher ist auf jeden Fall, dass die folgenden Leute bloggen sollten: (more…)

  • Interessante Links – 24.03.2009

    Da ich sonst zu wenig zum Bloggen komme, ein paar interessante Links:

    Josh Kopelman, VC bei First Round Capital schreibt über die Risikotoleranz junger und älterer Firmen. Das ist der Grund, warum es disruptive Modelle gibt und sie auch nach wie vorfunktionieren werden. Redeye VC: Nothing to Lose or Risk Tolerance is a Competitive Weapon.

    Paul Kedrosky zeigt, wohin das AIG Bailout-Geld geflossen ist. Interessant dabei, dass viele Banken davon Zahlungen in Miliardenhöhe abgestaubt haben. Paul Kedroskys Infectious Greed: AIG Infographic: Where the Money Went.

    Ein Insider-Artikel über das tägliche Leben in der Firma von Bernard Madoff, dessen riesiges Schneeballsystem zusammen gebrochen ist. Bei manchen Stories kann man nur den Kopf schütteln. The Daily Beast: Madoff Employee Breaks Silence.

    Der wahrscheinlich meistgebloggte Artikel über den Medienwandel in der letzten Woche war eine Arumentation von Clay Shirky über das Sterben der Tageszeitungen. Ich habe am Wochenende noch zwei Diskussionen zu diesem Thema gehabt, also noch einmal zum Nachlesen: Clay Shirky: Newspapers and the Unthinkable