Wie der stationäre Handel mich verloren hat

Ich bin gestern zur Vorbereitung meines Urlaubs in der Stadt gewesen, um die letzten Besorgungen zu erledigen. Vor dem Wochenende komme ich ja sowieso nicht dazu, und Samstag früh gehts in den Schnee.

Nachdem ich eine positive Erfahrung beim Sport-Outlet gemacht habe (Auswahl, Preise und “Studentenrabatt” beim Handschuhkauf ideal!), habe ich mich in die Innenstadt gewagt. Das Rasiererfachgeschäft hatte um 16:00 Ladenschluss, 3 Buchläden hatten alle Moleskine Notizbücher ausverkauft (“die bestellen wir zum Weihnachtsgeschäft”), bei Zara war eine 30-Minuten-Schlange (trotz vorhandenem Personal und weiteren Kassen) und der Arbeitsspeicher kostete glatt das doppelte (im Vergleich zur EIGENEN Internetseite). Achja, das größte Fotofachgeschäft Kölns hat keine UV-Filter mehr. Das war dann wohl nichts.

Also auf zu Saturn, wo ja zumindest die Technik GEIL und BILLIG sein soll. Denkste. Rasierer: Den etwas höheren Preis hätte ich ja verziehen, aber dass 2 ausgestellte Modelle erst in einer Woche wieder da sind, passt nicht zu einem Big Box Store. 40 Euro für 2GB RAM sind auch bei Saturn Standard. Die Monitore haben geänderte Seriennummern, um Preisvergleich zu verhindern. UV-Filter: Gibt es, aber den dreifachen Preis will ich dann doch nicht bezahlen.
Fazit: Ab auf die Couch, Amazon liefert am Dienstag.

“Gang leader for a day” von Sudhir Venkatesh

Ein super Buch, das ich jedem empfehlen möchte, der entweder “Freakonomics” gelesen hat oder auf unkonventionelle sozioökonomische Literatur steht.

In Freakonomics (Amazon-Link) beschreibt ein Kapitel die wirtschaftliche Logik hinter Drogenbanden und die Strukturen, die die Mitglieder zu Ihrer gefährlichen Arbeit bringen. Quintessenz ist dabei so etwas wie der DSDS-Effekt: Jeder glaubt, er wäre besser als die Anderen und schafft es daher zum nächsten Level. Dass am Ende nur Fünf  von ein paar Hundert wirklich etwas verdienen, fällt dabei nicht auf. Der vergleich von Dieter Bohlen und dem Drogenboss ist dabei gar nicht so schlecht: Beide schaffen einen Mythos, der Ihnen selbst am meisten hilft, ob in Sachen Werbekunden oder Crackkäufern. Dass auf dem Weg die weniger geeigneten wegfallen, ist Jedem von vorne herein klar.

“Gang leader for a day” (Amazon-Link)  ist ein komplettes Buch über den Hintergrund der Studie, die zu dem Kapitel in Freakonomics geführt hat. Sudhir Venkatresh (seine Website) möchte als Student Ende der 80er herausfinden, wie es denn so ist, “black and poor” zu sein. Als er diese Frage den Drogendealern in Chicagos übelstem Viertel stellt, schnappen sie ihn sich erst einmal und schleifen ihn zum Anführer der Gang. Da sich die beiden glücklicherweise gut verstehen, darf Sudhir ihm in den folgenden Monaten immer mehr über die Schultern schauen und lernt so mehr über das Umfeld der Chicagoer Projects, als er geträumt hat.

Das Buch bietet nicht nur tiefen Einblick in das Gang-Leben sondern beschreibt auch sehr authentisch die Freundschaft Sudhirs mit den einzelnen Gangmitgliedern. Ein krasser Gegensatz ist dabei die Härte, mit dem ihm begegnet wird und die naive Offenheit, die er an den Tag legt, um seine Recherche zu beenden.

Ich kann das Buch wärmstens empfehlen – wer früher auf den Chicago-Rap um Common, Talib Kweli, etc. stand, wird auch die einen oder anderen interessanten Referenzen finden. Die Realität des Ghettos wird durch das Buch passend gerade gerückt. Für alle anderen ist es ein Einblick in eine Welt, die durch die selbstverständliche Erklärung umso grausamer wirkt. Lesen!

Technik und Inhalt

Ich habe heute Mittag mit einem Kollegen über die Inhalte und den technischen Hintergrund des Blogs gesprochen Ich dachte mir, ich fasse das ganze noch in Schriftform. Vielleicht nützt es ja jemandem.

Von außensieht man eine Standard WordPress Installation (Version 2.7) in Englisch. Ich habe mich für diese Version entschieden, da die Übersetzung ins Deutsche meist ein wenig auf sich warten läßt und nicht zwangsweise mit allen Plugins funktioniert (jedenfalls findet man leichter englische Hilfetexte und Plugin-Erklärungen). Im Vergleich zu älteren Versionen ist 2.7 wirklich toll, angefangen beim einfach anzupassenden Dashboard bis zum leichten Update.

Als Design habe ich mich vorerst für Primepress entschieden, da ich das einfache Layout und die dezente Farbgebung sehr angenehm finde. Das breite Layout bietet viel Platz zum Lesen, viele Werbebanner werde ich wohl eher nicht schalten. Die 3 Sidebars bieten auch genug Platz für diverse Spielereien und Widgets, ohne aufdringlich zu werden.

Hinter den Kulissen habe ich nur einige wenige Plugins installiert, um mich nach und nach an Sinnvolles heranzutasten. Nico Lumma hat eine tolle Liste aufgestellt, als es sein Blog neu aufgelegt hat. Eingebaut habe ich davon WordPress Stats und Super Cache, sowie das per Default installierte Askimet (Kommentar-Spamschutz). Google Analytics habe ich auch genutzt, da es auch auf Pheelmore.com und den DuMont Venture Blog gute Dienste tut.

Nützlich finde ich auch das Seitzeichen Widget, welches verschiedene Bookmarkservices ansteuert und das bunte Allerlei vermeidet, das man sonst so kennt. Von außen werden noch Twitter Updates reingezogen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich es dabei belasse.

Hello world!

Hi, mein neues Blog.

Meinungen zu Entwicklungen, Neuigkeiten, Büchern und allem anderen, was mit Internet, Startups, Entrepreneurship und mir zu tun hat.

Ich werde es meist in Deutsch halten. Wenn ich auf englische Veröffentlichungen antworte oder zu internationalen Themen meine Meinungen kundgebe, wird dann und wann auch ein englischer Post auftauchen.

Ich freue mich über Kommentare und Feedback, entweder per Mail oder Kommentarfunktion.

Achja, das Desing wird sicherlich nochmal geändert. Bei Zeiten.

Startups' little helper